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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von clematis:

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Under the Vineyard Sky - Wenn wir endlich echt sind von Lea Zander

Sei du selbst

June ist enttäuscht, beim Kunstwettbewerb nicht weitergekommen zu sein und sucht Zuflucht bei ihrer Freundin Liv. Deren Bruder Felix wiederum kämpft mit der Last, das väterliche Weingut übernehmen zu müssen, einer generationenlangen Tradition, welcher er sich nicht gewachsen fühlt. Zwei junge Menschen, ein Sommer und der Weg zu sich selbst.

Josephine, lieber June genannt, und Felix sind die gut gezeichneten Hauptfiguren, um die es in dieser liebevoll erzählten Geschichte geht, denn beide haben mit Problemen zu kämpfen, sollen sie doch den Erwartungen ihrer Eltern folgen und einen jeweils vorgezeichneten Weg gehen. Vor der malerischen Kulisse eines Weingutes erwartet und ein Sommer voller Schmerz, aber auch voller Hoffnung, seine eigenen Wünsche und Ziele zu definieren und diesen schrittweise näherzukommen. Während der Anfang eher nüchtern und distanziert anmutet, so entwickelt sich die Handlung in der zweiten Hälfte spürbar emotionaler und lebendiger, sodass man June und Felix, aber auch einige andere Figuren durchaus ins Herz schließen kann. Schöne Erkenntnisse und ein hoffnungsfroher Ausblick runden das Ganze schlussendlich schön ab.

Mit ihrem sehr einfühlsamen und vom Thema her überzeugenden Schreibstil punktet Lea Zander jedenfalls und bekommt daher eine Leseempfehlung!

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Under the Vineyard Sky - Wenn wir endlich echt sind

Rezensionen von Leserin71:

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Nachtschwarzes Avignon von Ralf Nestmeyer

Gelungene Mischung aus Krimi und Reiseführer

Auch der fünfte Provence-Krimi von Ralf Nestmeyer ist eine gelungene Mischung aus Krimi und Reiseführer.

Worum geht's?

Als Professor Trudeau, ein renommierter Mittelalterexperte, spurlos verschwindet, wird Capitaine Malbec um Hilfe gebeten. Dieser ermittelt zunächst auf eigene Faust, dann aber mit offiziellem Auftrag.

Die letzte Forschung des Professors beschäftigte sich mit den Kreuzrittern und dem Templerorden. In Avignon, dem Papstsitz im 12. Jahrhundert, spitzt sich die Sitution zu...

Schon das Cover spricht mich an: Die Farbgebung in dunkelblau-gelb der Brücke von Avignon mit Altstadt passt hervorragend zum Titel. Ralf Nestmeyer ist mir auch bekannt als Experte für diese Region und so verwunderte es mich nicht, viele Details zu Avignon, sowohl historischer als auch kulinarischer Art zu lesen. Zugegeben, manchmal trat die Krimihandlung durch die Erwähnung der Sehenswürdigkeiten oder Gericht in den Hintergrund, um dann aber wieder an Fahrt zu gewinnen. Malbec ist sich selber treu geblieben und ist durch und durch Ermittler. Da können ihn seine beiden Frauen nicht daran hindern. Der Schluss kam mir etwas schnell, die Auflösung war schlüssig.

Gerne gebe ich vier Sterne für die gelungene Mischung aus Reiseführer und Krimi.

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Nachtschwarzes Avignon

Rezensionen von nessabo:

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Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska

Ein kleiner literarischer Herzenswärmer

Tanja Kokoska hat einen wundervoll kurzweiligen und herzigen Roman geschrieben, in den ich ganz toll abtauchen konnte und dessen Figuren nur ins Herz geschlossen werden können.

Das Cover ist ein toller Blickfang und ebenso bunt geht es auch im Inneren zu. Kokoska hat eine lebendige Schreibweise, die auf ganz unbedarfte Weise ihre Leser*innen in den Bann zieht.

Ich mochte sehr, wie klug und stringent sie all die Handlungsfäden am Ende miteinander verbunden und immer wieder kleine Sprünge zu anderen Figuren eingebaut hat. Es ist dahingehend durchaus ein komplexes, aber keinesfalls kompliziertes Werk.

Apropos Figuren: Die sind eindeutig das Herzensstück der Geschichte und so sind sie mir beim Lesen auch richtig ans Herz gewachsen. Ich sehe gewisse Parallelen zu Mariana Leky, obwohl ich von deren fantasievolleren Schreibstil nicht unbedingt Fan bin. Kokoskas Erzählstil mit ganz vielen Foreshadowing-Sätzen hat hier wirklich mehr meinen Geschmack getroffen.

Die Figuren sind alle einfach nur liebenswert und stehen oft eher am Rand der Gesellschaft. Sie sind leise Helfende und innerlich unsichere Introvertierte. Die Autorin hat hier ein starkes Augenmerk darauf gelegt, die Gedanken ihrer Figuren greifbar abzubilden und ihnen gegenüber immer zugewandt-respektvoll zu bleiben. Mich hat ganz besonders begeistert, wie sich die Leben der Figuren schlussendlich kreuzen, obwohl die örtliche Nähe schon vorher bestand.

Auch strukturell kann ich nur lobende Worte aussprechen. Die Gliederung in drei Teile hilft bei der Lesestrukturierung und die Kapitelüberschriften sprechen bereits mit den Lesenden, was ich erfrischend anders fand.

Der Roman ist ganz klar ein Wohlfühlbuch über Freundschaft und darüber, dass die richtigen Menschen dich so sein lassen, wie du bist. Ich hatte eine tolle Lesezeit mit ihm. Sie ist am Ende rund und für alle, die genau so etwas suchen, kann ich den Roman nur empfehlen. An manchen Stellen ging es mir fast ein wenig zu sehr ins Inspirierende, aber das ist einfach eine persönliche Präferenz.

4,5 Sterne

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Guten Morgen, schönes Wetter heute

Rezensionen von Lese-Abenteurerin:

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Tödliche Eifelpfade von Carla Capellmann

Schmugglerspiele mit Folgen

Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Tödliche Eifelpfade“ ein Cosy Crime mit viel Lokalkolorit und einer sympathischen Privatermittlerin bestens gelungen.

Ellen Engels ist Privatdetektivin und verbringt mit ihrer Nichte Macy ein Wochenende auf einem Hof, der Schmugglerspiele anbietet. Was zunächst als Spiel und Spaß konzipiert ist, wird rasch ernst, denn die Veranstalterin der Schmugglerrouten wird tot aufgefunden.

Ellen Engels ist zwar aufgrund des Wiedertreffens eines einstigen Schwarmes von ihr emotional zu nahe am Geschehen, doch sie lässt sich nicht beirren und nimmt neben der Polizei die Ermittlungen auf. Dabei stößt sie auf ein Gewirr an Machenschaften, Lügen und alten Feindschaften, was ihr die Suche nach den Tätern nicht gerade erleichtert.

Der flott und spannend geschriebene Cosy Crime wartet neben einem nicht allzu blutrünstigen Todesfall mit jeder Menge Twists und damit Verdächtigen auf, sodass ich ständig am Rätseln war, wie alles zusammenhängen könnte. Für mich war zumindest einmal jede Person des Krimis unter den Verdächtigen und so konnte mich die Autorin an der Nase herumführen, bis sich schließlich mit einem schlüssigen Ende alles aufklärte.

Was ich an diesem Krimi besonders mochte, war die intensive Schilderung der lokalen Gegebenheiten so nahe an der Grenze zu Luxemburg und Belgien. Dadurch ergaben sich mit den Schmugglerspielen noch zusätzliche interessante Punkte in der Krimihandlung. Ich habe auch ein paar Mal die örtlichen Gegebenheiten mit den realen Ortschaften auf der Karte abgeglichen, da ich diese Ecke Deutschlands gar nicht kenne, aber mit der Schilderung im Buch darauf neugierig wurde. Das wäre vielleicht sogar eine Urlaubsdestination für mich!

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem spannend zu lesenden, gut aufgebauten Cosy Crime mit viel Regionalbezug ist, dem sei „Tödliche Eifelpfade“ bestens empfohlen. Für mich war es kurzweilige Krimiunterhaltung, die Lust macht, diese Ecke Deutschlands selbst zu erkunden - jedoch bitte ohne Kriminalfall!

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Tödliche Eifelpfade

Rezensionen von lese maus:

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00-Laschet von David Safier

gefällt mir

Armin freut sich wie ein Schneekönig, dass er nicht Kanzler geworden ist, sondern Bundespräsident sein darf. Doch schon am ersten Tag erfährt er, dass tief unter dem Schloss Bellevue die Zentrale des geheimsten Geheimdienstes der Welt liegt. Und er als Bundespräsident in Wahrheit nur eine Aufgabe hat: Agenten an Orte zu bringen, an die sie sonst nicht gelangen würden.

Sogleich muss der überforderte Armin mit einer jungen Topagentin die Menschheit vor der Auslöschung retten. Sein Abenteuer führt ihn ins Schloss Windsor, an die Côte d´Azur, nach Grönland, in den Vatikan und sogar in die Arme des Popstars Madonna. Und so erstaunlich es auch ist: Die einzige Hoffnung auf ein Überleben der Welt trägt den Namen 00-Laschet!
Nachdem ich bereits die Merkel-Krimis gelesen habe, war klar, auch 00-Laschet muss ich lesen. Ebenso humorvoll und kurzweilig.

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00-Laschet

Rezensionen von nessabo:

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»Unser Schwert ist Liebe« von Gilda Sahebi

Ein wichtiges Werk, das mich bewegt hat

Die Revolution im Iran bewegt mich seit Jahren und ich fühle großen Schmerz beim Gedanken an das jahrzehntelange Leid, das die Menschen - und vor allem Frauen - unter dem gewaltvollen Regime erfahren müssen. Mein Respekt vor ihrem gefühlt unerschütterlichen Mut ist deshalb umso größer.

Gilda Sahebi verfolge ich auf Social Media schon eine Weile und schätze ihre präzise sowie unaufgeregte Art der Einordnung.

Dieses Buch ist nun natürlich persönlich und ich mochte die damit einhergehende Verletzlichkeit sehr. Der Respekt und die Liebe für die Menschen dieses Landes sowie der Wunsch nach einem freien Iran ist in jeder Zeile spürbar.

Gleichzeitig scheut Sahebi es nicht, auch die Gewalt sichtbar zu machen und ich schließe mich der Einschätzung an, dass wir davor nicht die Augen verschließen dürfen. Besonders mit Blick auf die erneuten Massaker im Januar 2026 bricht mein Herz umso mehr, da ich das bereits 2023 erschienene Buch erst jetzt gelesen habe und weiß, dass die Menschen den Kampf um grundlegende Menschenrechte noch immer mit ihrem Leben bezahlen müssen.

Bei aller Wichtigkeit fand ich den Text insgesamt nicht ganz rund und hatte mehrfach stockende Momente. Da die Beiträge teilweise bereits an anderer Stelle erschienen sind, wirkten sie manchmal holprig eingebettet inklusive einiger Wiederholungen. Gleichzeitig war es mir phasenweise auch ein wenig zu sprunghaft.

Damit ist das Werk inhaltlich ein absolutes Muss, denn bei allen Repressionen im Land müssen wir den Menschen im Iran bzw. Iraner*innen in der Diaspora dringend zuhören. Sprachlich und erzählerisch war es nicht mein liebstes und zugänglichstes Sachbuch, obwohl es mich emotional trotzdem erreichen konnte.

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»Unser Schwert ist Liebe«

Rezensionen von Ameland:

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Die vergessene Tochter von Soraya Lane

Starke Frauen gehen ihren Weg

Im siebten Band dieser Reihe nimmt uns Soraya Lane mit nach Norwegen. Dort lernen wir im Jahr 1950 Amalie und ihre Liebe Oskar kennen. In der Gegenwart begegnen wir ihrer Urenkelin Charlotte, die nach Jahren wieder zurück in ihre Heimat kehrt, ein schicksalsträchtiges altes Holzkästchen im Gepäck.

Bei Familiengeschichten mit zwei Zeitebenen mag ich den historischen Teil meist lieber, da hier das Geheimnis entsteht. Auch Amalie hütet bis in ihr nunmehr hohes Alter ein Geheimnis. Mit dem Inhalt des Holzkästchens erwachen die Erinnerungen und sie erzählt ihrer Tochter und ihrer Urenkelin ihre bewegende Geschichte.

Bei diesem Buch konnte mich aber der gegenwärtige Strang genauso fesseln wie der historische. Wieder in ihrer Heimat angekommen, lernt sie Harrison kennen und zwischen beiden funkt es ordentlich. Sowohl Charlotte als auch Harrison tragen noch ein Päckchen aus der Vergangenheit mit sich herum und es gilt Ehemaliges auf- und zu verarbeiten.

Sowohl Charlotte als auch Amalie sind starke Frauen, die ihren nicht immer leichten Weg gegangen sind. Sie haben stets nach vorne geschaut und aufgeben kam für sie nie in Frage. So haben beide doch noch ihr Glück gefunden.

Soraya Lane schreibt so eindringlich und einfühlsam, aber niemals kitschig. Ich konnte die Handlungen und Gefühle der Protagonisten sehr gut verstehen und habe mit ihnen gelitten, mich aber auch mit ihnen gefreut. Besonders angetan haben es mir die bildhaften Beschreibungen der wunderschönen Landschaft Norwegens.

Eine Geschichte über Verlust, Mut, Kraft und neuem Glück, die mir wunderschöne Lesestunden geschenkt hat. Für mich der beste Band aus dieser Reihe.

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Die vergessene Tochter

Rezensionen von lese maus:

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Deine Zeit wird kommen von Carl-Johan Vallgren

topp

Schweden 1993. Kommissar Björling muss einen heiklen Fall aufklären: Im Wald eine tote Frau mit rasiertem Kopf und blauen Flecken. Wurde sie gefangen gehalten? Wer ist sie? Es gibt keine Hinweise. Dann verschwindet Björlings Tochter Malin während eines Campingausflugs spurlos. Sie ist alles, was Björling seit dem Tod seiner Frau am Leben hält, und sie ist im selben Alter wie die Tote im Fluss …Gibt es Zusammmenhänge? Björlings Wettstreit mit der Zeit beginnt, der ihn weit in die Vergangenheit führt und ihn um den Verstand zu bringen droht… Ich fand diesen Thriller genial.

Carl-Johan Vallgren hat mich mit „Deine Zeit wird kommen“ geflasht. Das Cover verspricht bereits eine spannende Handlung.
Ich konnte den Thriller kaum aus der Hand legen.
Voller Atmosphäre und Spannung. Der Schreibstil hat ebenso überzeugt.
Von mir eine klare Leseempfehlung.

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Deine Zeit wird kommen

Rezensionen von Lerchie:

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Die Stimme der Gewalt von Ellin Carsta

Auf glühenden Kohlen

1944 steht die Landung der Alliierten in der Normandie kurz bevor, doch die Falkenbachs müssen eigene Kämpfe ausfechten. Paul-Friedrich von Falkenbach entwirft eine waghalsige Rettungsaktion um Viktor Sanders Bruder vor Hauptsturmführer Breuer zu retten. Gustav erlebt an der italienischen Front das sinnlose Sterben.

Johannes Lehmann hilft, unter falschem Namen, zusammen mit Wilhelmine den jüdischen Familien zur Flucht. Eine Gefangennahme könnte ihr Todesurteil sein. Werden sie unbemerkt bleiben?


Meine Meinung
Das Buch ließ sich sehr gut lesen, denn ich habe es regelrecht verschlungen und es gab auch keine Unklarheiten im Text, die mich beim Lesen gestört hätten. In der Geschichte war ich wiedr schnell drinnen und konnte mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. In Paul Friedrich, der der starke Mann war, der alles plante. Dass Breuer Viktor Sander mit seinem behinderten Bruder erpresste, war ja bereits klar, und doch war eben abzusehen, dass irgendwann der Tag könne würde, wo Breuer seine Drohung wahrmachen würde. Und um dem zuvorzukommen und während Breuer in Berlin weilte, musste Sanders Bruder aus der Wohnung mitsamt seiner Betreuerin, weggeholt werden. Dazu waren Schliche und Kniffe nötig, die Paul Friedrich sich ausgedacht hatte. Denn Alexander wird zwar von einer Frau betreut, aber die beiden werden immer beobachtet. Mur mit viel Tricks kann man es schaffen der Beobachtung zu entgehen. Ob sie es wirklich geschafft haben Alexander Sander zu da heraus zu holen, ja das muss der Leser schon selbst lesen. Das Buch umfasst etwas zwei Monate des Jahre 1944 aber die hatten es in sich. Es war spannungsgeladen, hat mir sehr gut gefallen, hat mich gefesselt und ich habe mit Johannes, Wilhelmine und auch mit Paul Friedrich und Viktor Sander gezittert. Es hat mich sehr gut unterhalten. Von mir fünf Sterne und eine Weiterempfehlung.

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Die Stimme der Gewalt

Rezensionen von nessabo:

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Feine Risse von Elisa Hoven

Moralische Grenzgänge in einem absoluten Highlight verpackt

Es war mein erstes Buch von Elisa Hoven und nicht nur war die Lektüre ein im positivsten Sinne rasanter Rausch, ich bin danach auch in Höchstgeschwindigkeit in meine lokale Buchhandlung gerannt, um mir den Vorgänger zu kaufen - so absolut begeistert war ich von diesem Werk!

Selbst, wenn ich das Ende der einzelnen Fälle schon ahnte - und das war in einigen Geschichten der Fall - war es dem Schreibstil Hovens zu verdanken, dass ich absolut an ihren Lippen hing.

Der Weg, den die Strafverteidigerin Eva beschreitet, um die mutmaßliche Wahrheit herauszufinden, ist super spannend und zugleich greifbar beschrieben. Sie wird eine kleine Detektivin, reflektiert aber auch selbst und profitiert vom Austausch mit anderen. Damit wird sie zu einer Protagonistin, die mir nah war und gleichzeitig nicht moralisch rein - wie eben auch die geschilderten Fälle. Gleichzeitig verzichtet Hoven auf scary Szenen, ohne dass dies auf Kosten der Spannung geht. Ich habe es absolut geliebt.

Die Feinheiten der Justiz, des Gesetzes, sind ein reizvolles und oft auch frustrierendes Thema für mich. Mein Gerechtigkeitssinn wurde hier wirklich maximal strapaziert, aber genau das liebe ich an Literatur. Viele Grundsätze, wie die unantastbare Würde des Menschen (und eben auch des Täters), sind absolut unverzichtbar, aber es gibt eben auch Fälle, in denen genau das einem Unrecht nahekommt.

Die Autorin schafft es, moralische Grautöne auszuloten, die Justiz auf den Prüfstand zu stellen und uns als Leser*innen selbst zum Denken, aber nie zum Verurteilen zu animieren. Die Fälle sind super leicht lesbar und Kurzgeschichten-artig kurz, was das Leseerlebnis nur noch einmal verbessert. Verbunden werden die in sich abgeschlossenen Fälle durch eine private Handlung der Protagonistin, die selbst wunderbar spannend konstruiert ist.

Es geht hier weniger darum, dass es immer total offen bleibt, wer es denn nun war und was genau passiert ist. Es sind die moralischen Feinheiten und der Weg hin zu einer vermeintlichen Wahrheit bzw. der Umgang der Strafverteidigerin damit. Außerdem ist es für mich total reizvoll und oft auch herzzerreißend zu wissen, dass die Autorin sich hier an realen Fällen bedient und sie fiktionalisiert hat.

Ich mochte auch Peter als Evas Mann wirklich sehr gerne. Er ist zwar nur eine Nebenfigur, die der Geschichte insgesamt aber Lebendigkeit gibt und Eva noch nahbarer macht. Die beiden haben eine tolle Beziehung und das war neben all den spannenden Fällen ein beruhigender Ausgleich. Elisa Hoven schreibt klug, gut verständlich und mitreißend-sympathisch. Ich freue mich jetzt schon auf alle zukünftigen Werke!

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Feine Risse