Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Philiene :
Der Betrachter von Judith Fanto
Was für ein besonderes Buch
Manno ist zehn Jahre alt als er von Harlem nach Wien zurück Familie seines Vaters zieht.
1948 ist er zurück in Harlem und bekommt einen Brief der ihn an seine Vergangenheit erinnert.
Damit beginnt eine Geschichte von sechs Kindern die 1916 zu Freunden werden und miteinander erwachsen werden. Doch die Zeiten ändern sich und es stellt sich die Frage, ob ein Freundeskreis in diesen Zeiten bestehen kann, der aus so unterschiedlichen Menschen besteht.
Denn zwei von ihnen sind Juden, einer der Jungs steht auf Männer und zwei verfallen Hitlers Parolen. Mittendrin Manno der alles beobachtet und uns davon berichtet.
Judith Fanto erzählt die Geschichte einer Freundschaft die in anderen Ueiten wohl Anders ausgesehen hätte, sie erzählt tiefgründig von einer tiefen Freundschaft durch die sich langsam und schleichend ein Riss zieht. Sie erzählt wie die Zeiten das Leben verändern, denn zu Beginn ihres Romanes gibt es noch das Kaiserreich.
Ich habe bei. Lesen so viele Gefühle gehabt wie selten in einem Roman. Ich habe gelacht, gewinnt, gelitten, gehofft und gezweifelt. Die Autorin hat es einfach geschafft von einer fröhlichen Kindergruppe zu einer ernsten Erwachsenen Gruppe zu schreiben, ohne dabei die Persönlichkeiten zu verlieren.
Absolute Lese Empfehlung.
Rezensionen von Gavroche:
The Flamebearer Trilogy 1: The Witch in the Dead of Night von Charlotte Buckley
Toller Einstieg
Finn Erramun arbeitet als Zimmermädchen im Schloss von Valen. Sie stammt ursprünglich aus den Outlands, die in dieser Welt als rückständig gelten und hat keine Familie mehr. Umso schöner, dass sie ihre Freundin Niamh hat, die sie immer wieder zu ihrer Mutter Adele in die Stadt mitnimmt. Allerdings geht ein Killer in der Stadt um, der es auf junge Mädchen abgesehen hat.
Trotzdem begibt sich Finn alleine auf den Weg, denn immerhin ist sie eine Hexe, zwar keine geübte, aber dennoch. Auf den Angriff ist sie nicht vorbereitet, aber König Mordric rettet sie und möchte sie in seinen Rat aufnehmen. Sein Bruder Enhart soll sie trainieren.
Ein gelungener und fesselnder Einstieg mit einem interessanten Magiesystem. Vampire und Menschen und einige wenige Hexen. Die Vampire sind die Adligen und Mächtigen, ernähren sich jedoch von normaler Nahrung, Blut saugen gibt es aber auch.
Die Geschichte entwickelt sich langsam und der Weg, den sie geht, nimmt immer neue Wege.
Mir hat der erste Band gut gefallen und das Ende macht auf jeden Fall neugierig auf die Fortsetzung.
Rezensionen von peppi:
Honey und Blondie von Ubin Eoh
Freundinnen
Ubin Eohs Debütroman erzählt die Geschichte zweier junger Frauen , die in den 90er Jahren in Berlin-Kreuzberg aufwachsen. Ihre Freundschaft beginnt bereits im Kindergarten. Seit dieser Zeit verbindet sie auch eine Superpower. Sie können ihre Körper tauschen. Diese Momente gehören zu den poetischsten und zugleich rätselhaftesten im Roman.
Es sind keine fantastischen Elemente im Sinne von Magie, sondern zeigen symbolische ihre starke Nähe.
Honey ist eher ruhig und etwas unsicher, Blondie wirkt stark, ist aber verletzlich. Ihre Freundschaft besteht über Jahre und wird von ihnen über alles gestellt.
Die Kapitel sind kurz und werden abwechselnd von Honey und Blondie erzählt. Am Buchanfang erfährt der Leser bereits, dass Blondie schwer erkrankt ist, Dann folgen wir den beiden Frauen in die verschieden Etappen ihres Lebens.
Eine feinfühlig erzählte Geschichte, die lange im Kopf bleibt.
Leseempfehlung!
Rezensionen von Philiene :
Sturmland von Miriam Georg
Nordisch gut
Ich bin eine echte Norddeutsche und liebe die Romane von Miriam Georg. Sie schafft es einfach sowohl die norddeutsche Landschaft als auch die Eigenarten der Menschen die hier leben einzufangen.
In Sturmland nimmt sie und mit auf die Nordseeinseln Norderney. Hierhin reist Cora die eine Anstellung als Hauslehrerin angenommen hat.
Zusammen mit ihrem Schützling Emmi und deren Vater. Cora reist unter falschen Namen, denn sie läuft vor ihrer Vergangenheit davon und will auf keinem Fall das ihre wahre Identität ans Licht kommt. Auf Norderney trifft Cora auf Ommen, einem verschlossenen Insulaner, der auch seine Geheimnisse hat....
Die Geschichte hat mich sehr berührt, was vor allem daran liegt das Miriam Georg Schreibstil sehr Einfühlsam ist und sie ihren Charakteren einfach eine Persönlichkeit gibt, die sie lebensecht erscheinen lässt. Ob nun Cora die manchmal etwas naiv wirkt, dann wieder tief verletzlich und trotzdem fest entschlossen ihr Geheimniss zu hüten. Oder Onnen der zunächst wie ein typischer Insulaner wirkt und dann im Laufe der Geschichte immer mehr Tiefe bekommt. Aber auch Emmi mit ihrer Neugier ist einfach liebenswert.
Natürlich ist auch die Story wichtig, die hier sehr emotional ist, über die ich aber nicht zu viel erzählen möchte. Einfach wieder ein großartiger Roman.
Rezensionen von Miro:
Hüter des Schatzes von Reiner Knizia
Ordnen mal anders
Hüter des Schatzes ist ein Ordnungsspiel, bei dem man auch ein Quäntchen Glück braucht. Die Spielanleitung ist super einfach und man kann direkt loslegen. Welche Strategie am Klügsten ist, muss man dann im Laufe der Runden herausfinden.
Man legt die verdeckt gezogenen Kärtchen so, dass sie möglichst viele Punkte einbringen.
Nur leider, kommen die gewünschten Kärtchen oft nicht oder man muss eins legen, dass so manches zerstört. Das macht Spaß, bietet aber immer wieder auch Grund zum Ärgern.
Das Spiel trainiert die Frustrationstoleranz. Das schadet vielen Erwachsenen nicht und Kindern meist noch weniger.
Wir haben das Spiel mit einem befreundeten Paar gespielt und waren alle begeistert, dass man sofort loslegen kann. Eine Runde geht relativ schnell und wir haben uns ein Punktelimit für den Tagessieg gesetzt.
Das Spiel wird ab 8 Jahren empfohlen. Wir waren uns alle einig, dass das etwas zu jung angesetzt ist. Ich denke, mit 10 Jahren kann man leichter eine passende Strategie entwickeln.
Ein weiterer Pluspunkt des Spieles ist, dass es auch zu Zweit Spaß macht. Mein Mann und ich werden es bestimmt noch oft zusammen spielen.
Rezensionen von beavielleser :
Die Wahrheit über Ruby Cooper von Liz Nugent
Was für ein Buch
Rubrik Cooper ist ganz anders als Sally Diamond. Soviel schon mal zum Anfang.
Ich war hin und her gerissen zwischen gefällt mir ganz gut, Ruby nervt mich und wow, was für ein tolles Buch.
Der Schreibstil vin Liz Nugent ist besonders, sie hat es wieder geschafft eine Geschichte zu schreiben, die psychologisch und intensiv ist.
Um so weiter ich in dem Buch voran kam, um so schwieriger war es, es aus der Hand zu legen.
Ruby ist kein sympathischer Charakter. Sie ist von Egoismus geprägt. Um ihre Ziele erreichen, ist ihr jedes Mittel recht.
Fazit:
Ein Buch mit Höhen und Tiefen, das ich jedem empfehlen kann, der mit den Themen Sucht und sexuellem Missbrauch keine Problem hat.
Rezensionen von Lilli33:
Er lügt von Rebecca Taylor McKay
Flüssig geschrieben, aber relativ langatmig
Flüssig geschrieben, aber relativ langatmig
Im August 1960 heirateten Clara und Spencer Carmichael ziemlich überstürzt. Aber dann war Clara lange krank. Daher können sie die Hochzeitsreise erst im Jahr darauf, im August 1961, antreten. Ziel ist das malerische Örtchen Positano an der italienischen Amalfiküste.
Doch von Anfang an fühlt Clara sich nicht wirklich wohl. Als dann noch ein Zettel unter der Tür des Hotelzimmers hindurchgeschoben wird, auf dem „Er lügt“ steht, wird Clara immer unsicherer. Hat ihr Mann etwas zu verbergen oder auf wen bezieht sich der Zettel?
Diese Szene, als Clara den Zettel in die Hand bekommt, ist in der ersten Hälfte des Buches die spannendste. Ansonsten gibt es viele atmosphärische Landschaftsbeschreibungen und Lamentieren über Claras seltsame Krankheit inklusive partiellem Gedächtnisverlust. Am liebsten hätte ich das Buch abgebrochen. Es war mir einfach zu wenig Handlung, zu wenig Spannung.
Ich mochte keine der beteiligten Personen. Spencer wird als „Bösewicht“ aufgebaut, obwohl er sich vordergründig nur um seine Frau sorgt. Clara ist das „Opfer“, und in dieser Rolle geht sie komplett mit Jammern und Ohnmachtsanfällen auf. Dann ist da noch ein anderes Ehepaar, Vivian und Fred, mit denen Clara sich anfreundet, während Spencer seine Frau von ihnen fernhalten möchte. Alle Charaktere bleiben für meinen Geschmack viel zu blass. Ich kam ihnen einfach nicht nahe.
Die zweite Hälfte ist dann etwas spannender geraten, aber von Thrill auch hier keine Spur. Aber jetzt passiert endlich mal etwas. Es kommt zu einigen Zwischenfällen und Wendungen, sodass man beim Lesen wenigstens den Hauch von Spannung erfährt.
Über das Ende kann man geteilter Meinung sein. Ich fand es nicht schlecht.
Insgesamt konnte mich der Debütroman von Rebecca Taylor McKay aber leider überhaupt nicht begeistern, obwohl der Schreibstil gut ist und die Atmosphäre der 1960er Jahre perfekt eingefangen wurde.
Rezensionen von Neobook:
Sunshine Man von Emma Stonex
Eindringliches Familiendrama
Sunshine Man ist ein eindringliches Sozialdrama über Kindheit, Trauma, Schuld und Gerechtigkeit.
Birdie macht sich auf den Weg um den Mörder ihrer Schwester nach seiner 18 jährigen Gefängnisstrafe zu erschiessen. Dieser beteuerte jedoch immer seine Unschuld.
Es findet immer ein Wechsel der Perspektive zwischen Birdie und dem Ex-Sträfling Jimmy statt.
Es gibt ausführliche Rückblicke in beider Kindheit und was sie geprägt hat, sodass man Einblick in Gefühle und Gedanken bekommt und die Hintergründe erfährt, wie es zu der Tat kommen konnte. Man erkennt, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint und jeder so seine Schuld mitträgt.
Teilweise war das für mich etwas langatmig, das hätte man vielleicht etwas straffen können.
Der Schreibstil ist sehr gut aber auch düster, sodass ich immer nur häppchenweise gelesen habe. Den Schluss fand ich gut gelungen.
Insgesamt ein interessantes und düsteres Familiendrama mit leiser Spannung!
Rezensionen von Ameland:
Pia Puck von Nora Hoch
Liebevolle und spannende Wichtelgeschichte
Pia Puck lebt im blauen Haus am Brombeersee. Nachts bringt die kleine Wichtelin im und ums Haus alles in Ordnung und kümmert sich nebenbei noch um verletzte Tiere des Waldes. Alles geht seinen geregelten Gang bis eine Familie mit drei Kindern ins Haus einzieht. Nun beginnt eine aufregende Zeit für Pia und ein spannendes Abenteuer steht bevor.
Pia Puck ist ein liebevoll gezeichneter Charakter. Die Wichtelin ist sympathisch, fleißig und hilfsbereit. Zudem denkt sie sich manch lustigen Streich aus. Nicht nur die Kinder haben sich eine solche Wichtelin ins Haus gewünscht, mir würde es auch gefallen, wenn morgens früh alles aufgeräumt und geputzt wäre.
Die Geschichte von Nora Horch ist in kindgerechter Sprache verfasst, spannend und mit witzigen Einfällen garniert. Die vielen farbigen Illustrationen sind sehr schön und passen wunderbar zum Text.
Eine unterhaltsame und schöne Geschichte, in der Werte wie Tierliebe, Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Freundschaft zur Sprache kommen.
Rezensionen von Petra:
Fünf, sechs, sieben, acht von Ewald Arenz
Der Herbst des Lebens
Anton ist Tänzer, nicht mehr ganz jung, aber alt fühlt er sich auch noch nicht. Als er seinen Job als Choreograph für jemand Jüngeren aufgeben muss. Bricht für ihn eine Welt zusammen. Weder seine EX Frau, noch seine Tochter können ihn aufrichten. Er hadert mit allem, nimmt alles persönlich und kann sich kaum beruhigen.
Erst als er sich auf die Suche nach einer Jugendfreundin macht, kommen ihm auch andere Gedanken, weg von sich, den anderen zugewandt. Wieder ein einschneidendes Ereignis, aber der Tanz heilt alle Wunden.
Anton ist in meinen Augen ein Egozentriker, egal was passiert, er bezieht alles als erstes auf sich. Obwohl er die Hauptfigur ist stechen die Nebenfiguren viel mehr heraus. Sie reflektieren das Geschehen und ihn, Der Tanz ist genauso wichtig. Auch wenn man sich nicht unbedingt für Ballett oder andere Tanzformen interessiert, ist es hier ein Element das man fast Hören, Sehen ja Fühlen kann. Die Beschreibung der Umwelt Geräusche und wie der Tänzer Anton daraus Schrittfolgen kombiniert ist faszinierend. Klar höre ich den Wind heulen, die Blättern rascheln, aber das man das in einem Tanz ausdrücken kann habe ich nicht gewusst, Gefühle, Geschehnisse ja, alles andere war für mich neu.
Der Autor gehört schon lange zu meinen Meist Gelesenen. Seine Art die Menschen zu beschreiben, ihre Lebensumstände, ihre Verhaltensweisen, ist nahe am alltäglichen Leben. Sie haben keine großartige Vergangenheit, keine spannenden Geheimnisse oder sind besonderen Ereignissen ausgesetzt. Sie sind Menschen die man kennen könnte. Trotzdem sind sie interessant, denn ihre Gefühle könnten unsere eigenen sein. Es ist wie ein Spiegelbild unseres Seins.











