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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Nicole Koppandi:

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Ein guter Mann von Johanna Grillmayer

Der Abschluss einer fulminanten Trilogie

Das ist der abschließende Teil der Trilogie von Johanna Grillmayer rund um das ‚Ereignis‘ und ihrer Hauptprotagonistin Jola und ihrer Familie sowie ihren Freund*innen.

Seit dem Ereignis in Band 1 sind ca 26 Jahre vergangen. Alle haben sich einigermaßen auf das neue Leben eingestellt und eingelebt – Alltag ist eingekehrt.

Die Kinder sind inzwischen erwachsen, für sie ist dieses Leben Normalzustand – auch das für uns ungewöhnliche Familienleben.

Sozialstrukturen bildeten sich heraus: Gesetze wurden geschaffen, Wahlen wurden abgehalten und Tätigkeiten für die Allgemeinheit wurden auf alle verteilt. Es wurde versucht, andere Überlebende im Burgendland, in Slowenien und in Italien zu finden. Konflikte, Krankheiten und Schicksalsschläge forderten die einzelnen Dörfer heraus und andererseits sorgte dies auch für Zusammenhalt.

Es gibt inzwischen kaum noch Dinge aus der Zeit vor dem ‚Ereignis‘. Es fast alles neu erfunden bzw nachgebaut worden.

Unaufgeregt, nahezu realistisch, wird der Alltag in dieser Dystopie erzählt. Über Konfliktendie in Familien und Gemeinschaften dazugehören. Es wird hier nicht apokalyptisch erzählt, sondern versucht darzustellen, wie ein Leben nach einer Katastrophe funktionieren könnte. Ich habe diese Trilogie sehr genossen: Hut ab vor der Autorin, die sich diese funktionierende Welt ausgedacht hat.

Ein mehr als würdiger Abschluss einer ganz besonderen Trilogie, die ich sehr ans Herz legen möchte.

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Ein guter Mann

Rezensionen von jori1020:

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The Woman in Suite 11 von Ruth Ware

Solide Spannung mit Abstrichen

Natürlich ergibt eine Fortsetzung eines erfolgreichen Romans aus marketing- und verkaufstechnischer Sicht Sinn. Gleichzeitig lädt sie aber auch automatisch zum Vergleich mit dem ersten Teil ein – und nicht selten hat es der Nachfolger schwer, dessen Qualität zu erreichen. Das gilt leider auch für Ruth Wares neuen Roman 'The Woman in Suite 11', der sich schon im Titel sehr deutlich an den Vorgänger 'The Woman in Cabin 10' anlehnt.

Erneut steht Lo Blacklock im Mittelpunkt, Autorin und Reisejournalistin, die viele Jahre nach den Ereignissen der Norwegen-Kreuzfahrt aus dem ersten Band wieder in ein mysteriöses Umfeld gerät. Nach einer Phase, in der sie sich vor allem um Familie und Kinder gekümmert hat, erhält sie eine kryptische Einladung zur Eröffnung eines luxuriösen Hotels am Genfer See. Bereits die Anreise und die Stimmung vor Ort lassen erahnen, dass etwas im Argen liegt.

Lo trifft dort auch auf alte Bekannte, die jedoch – bis auf eine Ausnahme – im weiteren Verlauf überraschend blass bleiben. Gerade bei einer Fortsetzung hätte man sich gewünscht, dass mehr vertraute Figuren eine tragende Rolle spielen. Es braucht dann auch einige Zeit, bis sie wirklich Fahrt aufnimmt; hier ist Geduld gefragt.

Trotzdem gelingt es Ruth Ware mit ihrem flüssigen, gut lesbaren Stil, die Spannung aufrecht zu halten. Man bleibt gerne dran und möchte wissen, wie sich die Handlung entwickelt. Die rund 400 Seiten lesen sich daher recht zügig. Inhaltlich konnte mich der Roman jedoch nicht vollständig überzeugen. Manche Wendungen wirken vorhersehbar, stellenweise auch etwas konstruiert.

Unterm Strich ist The Woman in Suite 11 dennoch ein spannendes und kurzweiliges Leseerlebnis – kein Highlight, aber solide Unterhaltung für Fans des Genres und der Figur Lo Blacklock.

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The Woman in Suite 11

Rezensionen von lorireads:

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To Cage a Wild Bird von Brooke Fast

Kommt nicht ganz an andere Dystopien heran

Die Grundidee zu "To Cage a wild Bird" hat mich sehr neugierig gemacht und nostalgische Gefühle zu den Zeiten geweckt, als Buchreihen wie die Tribute von Panem oder die Bestimmung erschienen sind. Ich fand es toll, mal wieder in diesem Genre zu lesen, das ich gar nicht mehr ao sehr auf dem Schirm hatte, obwohl ich so viele tolle Reihen geradezu verschlungen habe.

In die Geschichte bin ich gut reingekommen, was für allem am angenehmen Schreibstil der Autorin lag. Die nötigen Hintergrundinformationen zu Dividum und dem Gefängnis Endlock wurden immer wieder in die Handlung eingearbeitet, wobei manche Infos für meinen Geschmack recht spät kamen. Die Einführung in die Regeln und Ordnung Dividums wurde ziemlich schnell abgearbeitet, bis Raven sich auch schon verhaften lassen hat, um ihren Bruder aus Endlock zu retten. Endlock selbst gibt mir nach wie vor einige Rätsel auf. Ja die Wachen verhalten sich größtenteils grausam und die Insassen werden auf der Jagd nicht wie Menschen behandelt. Gleichzeitig
wirkte die Atmosphäre, die im Buch beschrieben wird, wirkte für mich oft gar nicht wie in einem düsteren Hochsicherheitsgefängnis, aus dem niemand lebendig rauskommt. Die Gefangenen haben zum Teil einige Freiheiten, die ich mir nicht wirklich erklären konnte und beim Lesen sind mir auch immer wieder andere Dinge aufgefallen, die nicht zusammenpassen. Insgesamt fand ich die Handlung und auch das Worldbuilding zu platt und habe das Gefühl, dass das Potenzial der Geschichte nicht vollständig genutzt wurde.
Gerade auch als Ravens Rolle zwischen der Rebellion und ihrem Job als Kopfgeldjägerin, der zwar aus der Not heraus entstanden ist, den sie aber anfangs skrupellos verfolgt, hätte man mehr machen können. Sie hat sich bewusst gegen das Erbe ihrer Eltern entschieden, aber trotzdem muss davon noch einiges in ihr gesteckt haben, da sie in Endlock doch recht schnell Veränderungen durchmacht, die gar nicht mehr mit dem Bild einer abgebrühten Kopfgeldjägerin zusammenpassen.
Die Liebesbeziehung zwischen ihr und Vale hat sich meiner Meinung nach viel zu schnell entwickelt und vor allem Vales Gefühle kamen mir anfangs übertrieben stark vor, obwohl er Raven noch gar nicht gut kannte.
Das Ende des Buches hielt einige Wendungen bereit, die man in ähnlicher Form aber schon aus anderen Büchern des Genres kennt und die dadurch einiges an Spannung eingebüßt haben. Insgesamt muss ich sagen, dass das Buch ein netter Ausflug in die Vergangenheit war, aber aus meiner Sicht leider nicht an andere Dystopien herankommt.

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To Cage a Wild Bird

Rezensionen von Ameland:

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Heimat aus Eis und Asche von Annette Oppenlander

Verlorene Heimat

Bewertet mit 3,5 Sternen

Annette Oppenlander verknüpft hier zwei Erzählstränge in unterschiedlichen Zeitzonen miteinander. Zum einen haben wir Ellie die sich zum Ende des 2. Weltkriegs mit ihrer dreijährigen Tochter auf der Flucht aus Ostpreußenbefindet und unterwegs unter dramatischen Umständen von ihrer Tochter getrennt wird.

Zum anderen lernen wir Lena kennen, die mit Anfang fünfzig nach dem Tod ihrer Mutter von ihrer Adoption erfährt und mit der Suche nach ihren wahren Wurzeln beginnt..

Mich haben der historische Strang und das furchtbare Schicksal der Vertriebenen nicht nur gefesselt, sondern auch sehr mitgenommen und die unterschiedlichsten Emotionen bei mir ausgelöst. Einerseits sind da die Gräueltaten der russischen Soldaten, aber andererseits ist da der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft der Menschen untereinander, die Hoffnung geben.

Nicht ganz so glücklich war ich mit dem Gegenwartsstrang. Mit Lena wurde ich überhaupt nicht warm. Einige ihrer Reaktionen fand ich zudem unrealistisch. Für mein Empfinden hat die Autorin zu viel in diesen Teil der Geschichte untergebracht, der nicht notwendig war. Eine durchgedrehte Ex-Frau, einen fragwürdigen Halbbruder und einen plötzlich aus der Versenkung geholten Vater waren für nach meinem Empfinden für die Geschichte überflüssig.

Schade, dass die Geschichte nach sehr gutem und fesselndem Beginn zum Ende abgeflacht ist.

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Heimat aus Eis und Asche

Rezensionen von Gavroche:

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The Woman in Suite 11 von Ruth Ware

Solide, aber mehr nicht

Der Titel ist bewusst gewählt und erinnert natürlich sofort an “Woman in Cabin 10”. Dieser Thriller spielt nun zehn Jahren nach den Ereignissen des ersten Thrillers.
Allerdings ist es dennoch eine ganz eigene Geschichte und es sind keine Vorkenntnisse notwendig.
Lo Blacklock möchte nach einer Pause zurück ins Erwerbsleben und da bietet sich ein Auftrag in einem Luxus-Hotel am Genfer See geradezu an.

Zu Beginn gibt es viele Anspielungen an das andere Buch, doch damit hält sich Ruth Ware nicht lange auf und es entwickelt sich eine ganz eigene Geschichte.
Allerdings reicht dieser Thriller meiner Meinung nach an den Kreuzfahrt-Thriller ran. Die Wendungen fand ich nicht immer so gelungen und überraschend, vieles kann man als geübter Leser von Spannungsromanen vorausahnen.
Insgesamt ein ganz solider Thriller, an den ich persönlich jedoch höhere Erwartungen gestellt hatte.

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The Woman in Suite 11

Rezensionen von Vobabooks:

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Weihnachten mit Tony von Stella Lucas

Entspannte Romance

Carrie kehrt aus Australien über die Weihnachtstage heim nach Schottland - doch ihr Vater ist krank, die geliebten Wallabys sind in Gefahr und ausgerechnet ihr Ex Marc ist daran beteiligt…
3.5 ⭐️ Eine lockere Romancegeschichte - ein entspannter Read für die Winterzeit ohne große Überraschungen.

Während Carrie impulsiv und leidenschaftlich ist, ist Marc ruhiger und bedächtig. Besonders gefallen haben mir die Wallabyaspekte mit Tony - und auch den realen Bezug, der im Nachwort deutlich wurde fand ich sehr interessant. Auch das winterliche schottische Setting fand ich schön, mit der Insel und einzelnen Natur- und Weihnachtsszenen atmosphärisch. Insgesamt bin ich persönlich leider nur teilweise mit Carrie warm geworden und hätte mir insgesamt noch etwas mehr Tiefgang gewünscht.

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Weihnachten mit Tony

Rezensionen von LeserinLu :

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Ruf der Leere von Daniel Alvarenga

Sogwirkung

„Ruf der Leere“ beginnt als scheinbar harmloses Wochenende unter Freunden in einer einsamen Hütte und entwickelt sich schnell zu einem psychologischen Kammerspiel mit düsterem Einschlag. Felix freut sich seit Wochen auf die Auszeit in einer abgelegenen Waldhütte mit Ben und Laura, weshalb er skeptisch ist, als weitere Gäste unangekündigt dazustoßen, u.

a. Lauras Freund. Schon zu Beginn liegt eine spürbare Spannung über der Gruppe, die sich schlagartig entlädt, als ein alter Mann vor der Tür erscheint und sich als der Tod vorstellt.

Diese Gegenwart wird immer wieder durch Rückblicke auf Felix’ und Lauras gemeinsame Studienzeit unterbrochen. Diese Passagen hatten aus meiner Sicht eine unerwartete, düstere Coming-of-Age-Komponente und sorgen dafür, dass die Figuren und die Konflikte untereinander deutlich werden. Parallel zur Handlung in der Hütte gibt es auch noch Felix‘ Vater zu Hause, der beginnt, sich um seinen Sohn zu sorgen, wobei es sich nur um relativ kurze Einschübe handelt.

Der Roman ist insgesamt flüssig geschrieben, kurzweilig und gut zu lesen. Nicht alle Zusammenhänge wirkten auf mich bis ins Detail durchdacht, etwa manche Motivationen der Figuren, die sich nicht immer ganz erschließen, was sich jedoch am Ende durchaus erklärt. Dennoch trägt das zentrale Gedankenexperiment den Roman: Die Frage, was in der Hütte eigentlich los ist und wer in Gefahr ist, entfaltet durchaus eine Sogwirkung, die bis zum Ende anhält. Eine Empfehlung für alle, die gern düstere Stoffe mit gedanklichem Nachhall lesen.

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Ruf der Leere

Rezensionen von Alo:

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Medea von Rosie Hewlett

Feministisches Retelling


Wusstet ihr, dass Medea ursprünglich nur eine Jungfrau war, die Jason half, das goldene Vlies zu erlangen? Sie war nicht die Hexe, die ihre Kinder umbringt, die wir heute kennen. Diese Erkenntnis stammen aus dem Buch "Witches, Bitches, It-Girls", das Medea ein ganzes Kapitel widmet. Das fand ich so spannend, dass ich sofort wusste, dass ich die feministische Neuerzählung von Medea, die neu bei Harper Collins erschienen ist, unbedingt lesen musste.

Es hat mich einfach interessiert, was die Autorin aus diesem Mythos gemacht hat. Und ganz ehrlich, ich finde, sie ist richtig gut gelungen.


Der Mythos, den wir heutzutage kennen, durchdringt weiterhin die Erzählung. Ich weiß nicht, wie gut ihr mit diesem Mythos vertraut seid, und möchte euch nicht spoilern. Ihr könnt euch selbst informieren, um die Geschichte zu kennen, oder das Buch einfach ohne Vorwissen lesen – das funktioniert natürlich auch.

Es ist immer noch die gleiche tragische Geschichte. Die Taten von Medea sind nach wie vor furchtbar, aber ich konnte alles, was sie tut, in dieser Erzählung gut nachvollziehen. Ehrlich gesagt, hat mich das Lesen emotional viel mehr mitgenommen, als ich gedacht hätte. Vor allem hat mich die Geschichte noch lange nach dem Lesen beschäftigt. Mir war beim Lesen nicht bewusst, wie sehr mich das Ganze zum Nachdenken angeregt hat. Deshalb habe ich es auch sehr genossen, die Geschichte im Buddyread zu lesen, da wir uns darüber austauschen konnten.

Wenn ihr Retellings oder Mythologien mögt oder auch nur an feministischen Perspektiven interessiert seid, kann ich dieses Buch nur empfehlen.

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Medea

Rezensionen von verhei:

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Belladonnas von Liann Zhang

Das Zwillingstauschthema im modernen Umfeld

Alles startet mit einem Paar Zwillingsmädchen, deren Eltern sterben. Julie Chan wird von ihrer Tante aufgezogen, in bescheidenen und eher traurigen Bedingungen in Kanada. Ihre Schwester Chloe wird adoptiert und lebt ihr Leben nun als Tochter eines reichen Paars in New York. Weiters ist Chloe auch noch bekannt, da sie ein Leben im Licht der sozialen Medien führt und Influencerin ist.

Chloe schickt Julie eine sehr mysteriöse Nachricht, woraufhin sie sich auf den Weg zu Chloes Wohnung macht. Julie findet Chloe tot vor, und ergreift die Chance und übernimmt Chloes Rolle und taucht in diese Welt ein. Sie wird Teil der Influencer Elite, der „Belladonnas“. Doch bei einem Treffen der „Belladonnas“ auf einer einsamen Insel, vollziehen sie ein seltsames Ritual und alles gerät ins Wanken.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Julie erzählt in einem für ihr Alter sehr passenden direkten, flotten, ja doch eher frechen Ton. Besonders gut geeignet um sich in die Gedankenwelt von Julie hineinzufühlen.

Reizvoll war die Tatsache für mich, wie es möglich ist, dass ein Zwilling die Rolle eines anderen übernimmt – eben ein bisschen wie im Kinderbuch Klassiker „das doppelte Lottchen“. Hier war das ganze nur etwas endgültiger – und zu meiner Überraschung funktioniert es erstaunlich gut. Julie kann nun als Chloe ein luxuriöses Leben führen und bekommt die Aufmerksamkeit, Wertschätzung und das „Gesehenwerden“, dass ihr in ihrem bisherigen Leben verwehrt war. Man sieh auch wie die Influencerwelt sie verändert – während sie zu Beginn noch sehr kritisch ist, und sich auch mal darüber lustig macht, steckt sie am Ende mitten drinnen. Der Leser lernt, dass in dieser Welt lang nicht alles Friede Freude Eierkuchen ist, wie oft dargestellt wird.

Während man im ersten Teil des Buches, vor allem die Lebensumstände der beiden Zwillinge kennen lernt und später in die Influencer Welt eintaucht, nimmt das Buch gegen Ende dann doch sehr Tempo auf. Man darf sich auf Plot Twists und doch eher „eigene Handlung“ einstellen, jedoch mit sehr detaillierter Schilderung.

Ein Buch, dass die Prämisse des Doppelten Lottchens aufgreift und in einen modernen Influencerhintergrund setzt, mit all seinen Schattenseiten. Die Spannung kommt allerdings doch eher spät.

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Belladonnas

Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

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Lindt & Sprüngli (Lindt & Sprüngli Saga 1) von Lisa Graf

Grossartig erzählt

Lange hab ich die Lektüre des ersten Bandes der "Lindt & Sprüngli"-Trilogie heraus gezögert. Doch nach Beenden von "Zwei Familien, eine Leidenschaft" muss ich dafür nicht mehr auf den zweiten Band warten, sondern kann ihn gleich anhängen und weiterlesen. Das mach ich sehr gerne, denn dieser erste Band hat mir total gut gefallen.

Lisa Graf erzählt die Anfänge von "Lindt & Sprüngli", die Firma, die es so heute nicht mehr gibt, sondern (später auf die Söhne und) in zwei Firmen aufgeteilt: "Lindt & Sprüngli" und "Sprüngli". Die Lindt-Schoggi ist heutzutage weltweit bekannt. Sprüngli ebenso, und zudem - mittlerweile mit vielen Filialen - DIE Adresse in Zürich für höchsten Schoggi-Genuss.

Mit vielen schweizerdeutschen Wörtern versehen macht es enormen Spass die Geschichte von Rudolf Sprüngli zu lesen. Von klein auf hat Rudolf die fixe Idee, Schoggi herzustellen und gibt nicht locker, bis ihm dies gelingt. Dabei hat er einige Schwierigkeiten zu bewältigen. Die grösste aber ist wohl, seinem sturen und altmodischen Vater Paroli zu bieten und an seinen Ideen festzuhalten. Die Leserschaft ist dabei, wenn Rudolf Katharina kennenlernt und auch bei ihr nicht aufgibt, denn sie ist schon von Kindertagen her seine Auserwählte.

Höchst interessant fand ich auch die Szenen, in denen das alte Zürich beschrieben wird, das sich mit den Jahren unablässig veränderte. Erst konnte der Vater die einfache Bäckerei übernehmen, später lief Rudolf drei Stunden Fussmarsch an der Pfnüselküste entlang zu seiner ersten Schoggi-Fabrik nach Horgen. Es ist heute auch kaum vorstellbar, dass man sich damals über Hotelier Baur lustig machte, der an unbeliebter Stelle ein gehobenes Hotel eröffnete und das Eckhaus in der Nähe Rudolf - für seine Vergrösserung des Ladengeschäfts wie auch für das erste Sprüngli-Café - zum Mieten anbot. Heute ist die Lage piekfein, an der Bahnhofstrasse und direkt am Paradeplatz gelegen.

Betreffend den eingesetzten Dialekt-Wörter möchte ich noch erwähnen, dass ich noch keinen Roman gelesen habe, in der diese so gut gepasst haben und obwohl es deren viele sind, wirken sie nicht wie andernorts aufgesetzt, sondern äusserst passend. Da hat die Autorin nicht nur den Dialekt, sondern auch die historischen Begebenheiten sehr akkurat recherchiert.

Ich kann diesen Band uneingeschränkt empfehlen. Es ist ein unterhaltender Schmöker für alle Schoggi-, Zürich- und Historien-Fans.

Fazit: Grossartig erzählter erster Teil der Geschichte des traditionellen "Lindt & Sprüngli"-Unternehmen.
5 Sterne.

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Lindt & Sprüngli (Lindt & Sprüngli Saga 1)