Kunden em pfehlungen
Rezensionen von v_im_wunderland:
Niemands Töchter von Judith Hoersch
Sehr gelungen
Das Cover hatte direkt meiner Aufmerksamkeit gepackt und ich wollte wissen, was dieses Buch enthält. Dieses Buch handelt von den Leben und den Schicksalen 4 Frauen. Die miteinander verwebt sind.
Es ist ein möglichst sehr gut geschriebenes Buch und man kann sich super in die Geschichte einlesen. Man fühlt sich in die Leben der verschiedenen Frauen ein und ist sehr einfühlsam geschrieben.
Jede Frau hat ihr eigenes Päckchen zu tragen und es wird sehr gut auf die verschiedenen Lebenssituationen von diesen 4 Frauen eingegangen.
Für mich war das Buch eine absolut positive Entdeckung und ich bin sehr gespannt auf die nächsten Bücher der Autorin. Denn sie hat Mit einer sehr großen Feinfühligkeit und Eleganz dieses Buch geschrieben und mich absolut überzeugt. Denn ich bin immer ein großer Fan von Büchern, in denen verschiedene Schicksale von Menschen miteinander verwoben sind.
Rezensionen von verhei:
Arsen und Butterplätzchen von Christine Rechl
Weihnachtsgeschichten mit schwarzem Humor
Eine Sammlung von 17 Kurzgeschichten, die in der Winter- bzw. Weihnachtszeit spielen. Doch dem nicht genug, beschäftigen sie sich, wie der Titel schon vermuten lässt mit Tod, Mord und/oder schwarzem Humor.
Jede Geschichte wurde von einem anderen Autor verfasst und greift das grobe Thema auch etwas anders auf.
Natürlich ist damit auch der Erzählstil etwas anders. Man findet bekannte Namen unter den Autoren und bekommt bei unbekannten wirklich oft auch Lust sich deren andere Werke anzusehen.
Generell wird geschickt mit den oft sehr hohen Erwartungen um Weihnachten gespielt, aber schon einen Absatz weiter ist alles gleich vollkommen anders als gedacht. Ich staune ob der Talente auch in wenigen Seiten einer Kurzgeschichte so geschickt eine wandelbare Geschichte zu transportieren.
Auch die Gestaltung des kleinen Büchleins darf nicht unerwähnt bleiben, greift doch auch die weihnachtliche Einleitung der Kapitel das Thema Mord kunstvoll auf.
Definitiv empfehlenswert, wenn man nicht die klassischen Weihnachtsromane möchte und vielleicht auch etwas sucht, dass man auch leicht zwischendurch lesen kann. Vielleicht darf man sich noch auf eine Variante zu einer anderen Jahreszeit freuen.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Some People Need Killing von Patricia Evangelista
Wohin Populismus und Schwarz-Weiß-Denken führen können
Rodrigo Duterte war von 2016 bis 2022 Präsident der Philippinen. Davor war er viele Jahrzehnte - offiziell mit Unterbrechungen - Bürgermeister der Millionenstadt Davao City. In diesem Buch widmet sich die engagierte und mutige philippinische Journalistin Patricia Evangelista der Aufarbeitung dieser Zeit, in der der Präsident einen erbarmungslosen Kampf gegen Drogen, Drogendealer und Drogensüchtige anordnete, im Rahmen dessen viele Menschen, denen zu Recht oder zu Unrecht unterstellt wurde, damit etwas zu tun zu haben, von Polizisten auf der Straße oder in ihrem Zuhause ermordet wurden, ohne jegliches Gerichtsverfahren.
In dem Buch erzählt die Journalistin ein bisschen von ihrem persönlichen Werdegang, doch den Hauptteil nehmen naturgemäß die Geschichten der Ermordeten und ihrer Familien ein. Oft war sie schon kurz nach den Morden am Tatort, um mit den Hinterbliebenen zu sprechen. In einem Fall gibt es auch ein Video von der Ermordung.
Dargestellt wird auch, wie es überhaupt dazu kam, dass Duterte so lange Bürgermeister und schließlich Präsident werden konnte, auf demokratischem Wege. Es gab einen regelrechten Hype um ihn und er hatten Massen an Unterstützerinnen und Unterstützern, die stolz auf diese Tatsache waren und versuchten, möglichst viele andere zu überzeugen, ebenfalls für ihn zu stimmen, sodass er schließlich die Präsidentschaftswahl mit überwältigender Mehrheit gewann. Denn die Versprechen des Populisten waren verführerisch: er würde wieder für Recht und Ordnung auf den Straßen sorgen, er werde die Kriminalität und die Kriminellen vernichten und dafür sorgen, dass alle Frauen und Mädchen auch nachts wieder unbesorgt auf den Straßen der Großstadt spazieren könnten. Die Drogensüchtigen warne er, von ihrem Übel abzuschwören, dann würde ihnen nichts geschehen, ansonsten werde er sie erbarmungslos verfolgen. Er setze sich für ein friedliches Land ein, frei von Kriminalität.
Mit diesem Narrativ konnte er viele Bürger und Bürgerinnen überzeugen, dass er sich für das Gute einsetzen und die Bösen bekämpfen würde. Sie selbst würde es schon nicht treffen, sie würden ja zu den Guten gehören.
Schlussendlich kam es aber zu einer erbarmungslosen Verfolgung von Menschen. Es reichte, dass Nachbarn jemanden als mit dem Drogenmilieu verbunden meldeten, um auf eine der Todeslisten zu kommen. Polizisten nutzten ihre Macht schamlos aus, da Duterte ihnen in jedem Fall Straffreiheit zugesichert hatte: beispielsweise entführten sie Menschen, um hohe Lösegelder zu erpressen, andernfalls würden diese ermordet werden. Menschen wurden vor den Augen ihrer Kinder ermordet, und gelegentlich wurden sogar Kinder und öfters auch Jugendliche erschossen. Alles ohne Beweise, ohne Gerichtsverfahren, einfach so, weil es sich angeblich um Menschen aus dem Drogenmilieu handeln würde.
Dabei zeigt die Journalistin auch die perfide Logik auf, mit der Duterte die angeordneten Ermordungen meist unbewaffneter Menschen, die oft in einem verletzlichen Moment zwischen Frau und Kindern in ihrem Zuhause überrascht wurden, gerechtfertigt wurde: er ordnete an, die Polizeiberichte alle nach dem folgenden Muster zu schreiben: die Polizisten hätten versucht, den Täter festzunehmen, dieser habe sie als Polizisten erkannt und eine Waffe gezückt, daraufhin wäre ihnen nichts anderes übrig geblieben, als ihn in Notwehr zu erschießen. Auffällig ist, dass es bei all diesen Berichten so gut wie keine verletzten Polizisten gibt, was die Unglaubwürdigkeit dieser Argumentation unterstreicht.
In der Denk- und Sprechlogik von Duterte würde es aber dabei keine Unschuldigen treffen, denn in dem von ihm vermittelten Schwarz-Weiß-Denken kommen keine solchen vor:
"Deine Pflicht ist es, den Süchtigen festzunehmen, und wenn er sich widersetzt, ist es deine Pflicht, ihn zu überwältigen. Wenn er die Hand in die Tasche steckt, musst du zur Waffe greifen. Wenn der Süchtige eine tödliche Waffe hat - und natürlich hat er die, denn der Kriminelle ist ein Süchtiger, und alle Süchtigen sind bewaffnet - dann ist es deine Pflicht, ihn zu erschießen.
Ist es Mord?
Ist es Totschlag?
Trägst du Verantwortung für die Tötung?" (S. 153)
Erschreckend, dass jemand mit solchen Argumenten so lange weite Teile der Bevölkerung hinter sich hatte. Doch wie Beispiele aus vielen anderen Regionen der Welt zeigen, ist das keine Besonderheit der Philippinen.
In einem späteren Teil des Buches beschäftigt sich die Journalistin mit dem Gesinnungswandel einiger ehemaliger Duterte-Anhängerinnen und -anhänger: nach einigen Jahren der Ermordungen waren einiger von diesen desillusioniert: hatte es doch auch Menschen in ihrem Umfeld getroffen, von denen sie es nicht gedacht hatten, an denen ihnen etwas lag oder die sie für unschuldig hielten. Der Hype um den angeblichen Kämpfer gegen das Böse ist abgeflaut. Seit 2025 muss sich Duterte vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Das verhinderte aber nicht, dass er trotz der Abwesenheit von den Philippinen im Mai wieder zum Bürgermeister von Davao City gewählt wurde.
Im Anhang legt die mutige Journalistin offen, dass sie alles dafür getan hat, alle Seiten miteinzubeziehen und auch Duterte selbst zu einer Stellungnahme aufgefordert hatte. Die Beantwortung ihrer Fragen wurde von seinem Büro aber abgelehnt.
Danke an die Journalistin Patricia Evangelista für ihren mutigen Einsatz für die Wahrheit, unter Risiko ihres Lebens, da schon einige kritische Journalistinnen und Journalisten auf den Philippinen ermordet wurden und auch sie immer wieder Drohungen erhält.
Es ist ein empfehlenswertes, umfangreiches und gut recherchiertes Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte, das aber sehr empfehlenswert ist - nicht nur für alle, die sich für die Philippinen interessieren, sondern auch als Warnung für alle Menschen, was passieren kann, wenn radikale Populisten in Machtpositionen gewählt werden.
Rezensionen von Lese:
Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab von Kristina Ohlsson
Es geht genauso düster und spannend weiter
Nach dem fesselnden Auftakt konnten meine 12-jährige Mitleserin und ich den zweiten Band kaum erwarten. Dieser ist genauso spannend und unheimlich wie der erste, wenn nicht sogar noch stärker.
Wir reisen wieder per Buch in den sehr atmosphärischen schwedischen Küstenort zu Alva, deren Vater vor etwa drei Jahren unter mysteriösen Umständen gestorben ist.
Sie kann den Tod nicht verarbeiten, sammelt Hinweise und hat das Gefühl, dass nicht die ganze Wahrheit bekannt ist. Viele unheimliche Ereignisse sorgen erneut für echten Nervenkitzel. Eine aufregende Mischung aus Krimi, Thriller und Mystery mit einer sehr düsteren Atmosphäre.
Wie schon der erste Teil ist auch dieser ungewöhnlich dunkel und gruselig für ein Buch ab 11 Jahren und eher nichts für Zartbesaitete. Meine 12-jährige Mitleserin und ich sind völlig begeistert, gefesselt und sehr neugierig auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Buster:
Blutwild von Saskia te Marveld
Super Spannend
Vor sechs Jahren wurde sie entführt und gequält und entkam. Musste aber ihren Dienst als Polizistin quitieren.
Nun bekommt sie eine SMS mit dem Wort Hilfe und GPS Daten zu einer Hütte. Beginnt der Alptraum von vorne?
Das Buch ist Klasse und super spannend. Ich habe die ganze Zeit mit Anka mitgefiebert und gezweifelt und war auch nahezu verzweifelt.
Der Schreibstil ließ mich das Buch flüssig lesen was auch wichtig war, denn ich musste ja wissen wie es ausgeht. Die ganzen Twists die es gab waren auch hervorragend ausgearbeitet. Unglaublich wie manipulativ Menschen sein können!!! Wahnsinn was Menschen aushalten können und zu was sie im Stande sind zu tun wenn es sein muss.
Ich war kaum in der Lage das Buch aus der Hand zu legen und im letzten Drittel war es mir sowieso unmöglich!!
Ich kann dieses Buch nur jedem sehr empfehlen der Psychothriller mag!!
Rezensionen von Bücherfreundin:
Die Liebe, später von Gisa Klönne
Melancholisch und lebensklug
Nachdem ich 2022 mit großer Begeisterung Gisa Klönnes Roman "Für diesen Sommer" gelesen habe, freute ich mich sehr auf ihr neues Buch "Die Liebe, später". Meine Erwartungen waren sehr hoch - und ich wurde nicht enttäuscht!
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 61-jährige Journalistin Kora von Stein, die seit 24 Jahren mit Anselm verheiratet ist.
Dieser arbeitete bis vor kurzem an den Wochentagen als Ministeriumsreferent in Berlin und pendelte zwischen der Hauptstadt und dem gemeinsamen Haus in Köln. Kora erholt sich gerade von einer schweren Herzoperation, während ihr sich nun im Ruhestand befindlicher Mann davon träumt, einen großen Schwimmteich im Garten anzulegen. Seine ständige Anwesenheit belastet Kora, die viele Jahre damit glücklich war, das Haus an den Wochentagen für sich zu haben. Sie beschließt, ihre Freundin und Mentorin Gabriella in München zu besuchen, die ihren 85. Geburtstag feiert. Auf dem Weg dorthin möchte sie ihren Bekannten Felix besuchen, der sie verzweifelt um Hilfe bei der Suche nach seiner vor kurzem spurlos verschwundenen Frau Leonie bittet.
Der Roman ist in schöner Sprache ruhig erzählt und liest sich sehr flüssig. Gisa Klönne ist es gelungen, nicht nur die beiden Hauptcharaktere, sondern auch die Nebenfiguren ganz wunderbar und authentisch zu skizzieren. Sie lässt uns tief in Koras Gefühls- und Gedankenwelt blicken, ihre Ängste und Zweifel erleben. Nach und nach blättert sich Koras Vergangenheit auf: ihr Aufwachsen beim Vater nach dem viel zu frühen Tod der Mutter, das Kennenlernen von ihr und Anselm, und die belastende Zeit, als die schwere Erkrankung sie aus dem Alltag riss und ihr Leben abrupt veränderte.
Ich konnte mich sehr gut in die verunsicherte Kora hineinversetzen, die ihre aus dem Gleichgewicht geratene Ehe auf den Prüfstand stellt und nicht weiß, ob sie so weiterleben kann wie bisher. Die unsichere berufliche Situation macht ihr zu schaffen, der Sender hat ihr einen Auflösungsvertrag geschickt, obwohl sie bald wieder im Radio zu hören sein möchte. Es fällt ihr noch schwer, mit den Folgen der Herzoperation umzugehen, sich an die regelmäßige Einnahme notwendig gewordener Medikamente zu gewöhnen. Trotz eigener Probleme fühlt sie sich verpflichtet, dem verzweifelten Felix bei seiner Suche nach Leonie zu helfen. Auch den sympathischen Anselm habe ich gut verstanden, er brennt für sein Teichprojekt und seine Libellen, und er wünscht sich sehnlichst, auch Kira dafür zu begeistern. Gut gefallen hat mir Koras Reise in die Vergangenheit und ihre Begegnung mit einem Freund aus Kindertagen. Zwischen den Texten hat die Autorin immer wieder 5-Punkte-Listen eingefügt, z.B. fünf Ruhestand-Hobbys, vor denen Kora sich fürchtet, fünf Dinge, die Anselm als Glück empfindet und fünf Dinge, die Kora gern früher gewusst hätte - eine ganz wunderbare Idee, durch die ich Kora und Anselm noch intensiver kennenlernte konnte.
Gisa Klönnes mit viel Sensibilität geschriebener Roman, in dem es neben persönlichen Veränderungen, Nähe und Distanz in der Ehe auch um Probleme des Älterwerdens, erlittene Verluste und deren Bewältigung geht, hat mich von Beginn an bis zum hoffnungsvollen Ende gefesselt und tief berührt.
Absolute Leseempfehlung für die melancholische und lebenskluge Geschichte, die zum Nachdenken anregt!
Rezensionen von EvaLiest:
Dein ADHS Buddy von Grace Koelma
Gelungene Mischung aus Sachbuch und Planer
Das Buch ist eine Mischung aus Sachbuch und Workbook, was grundsätzlich sehr gut umgesetzt wurde.
Zunächst wird einiges rund um die Formen, Hintergründe, Auswirkungen, etc. von ADHS erklärt (wer schon eine Diagnose hat, erfährt hier nicht unbedingt etwas Neues, aber im Verlauf des Buches wird es detaillierter, sodass auch „versierte“ ADHSler etwas mitnehmen können), wobei die Autorin sowohl wissenschaftlich fundiert als auch sehr anschaulich vorgeht (ein großes Plus des Buches!).
Nach eher allgemeineren Informationen werden dann verschiedene, teils sehr spezielle, Themen angesprochen, die Menschen mit ADHS oft beschäftigen. Hier hat mir vor allem gefallen, dass auf Intersektionalität und AuDHS eingegangen wurde und dass das Thema Elternschaft aufgegriffen wurde.
Die Illustrationen und Vorlagen sind sehr gelungen und werten das Buch definitiv auf. Über einen QR-Code kann man die Vorlagen zusätzlich herunterladen, was ich sehr praktisch finde. Leider gilt dies nicht für den Planer am Ende des Buches (evtl. ist hier geplant, ein eigenes Produkt herauszubringen?).
Kleinere sprachliche Fehler und Ungenauigkeiten sind mir zwar negativ aufgefallen (und da einigen Menschen in der Zielgruppe des Buches diese Dinge sehr wichtig sind, finde ich es durchaus nötig, dies auch zu erwähnen), haben aber den Mehrwert des Buches nicht geschmälert. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass z.B. Elternschaft zwar isoliert thematisiert wird, aber bei Handlungsvorschlägen zu anderen Themen nicht immer konsequent mitgedacht wird (ich kann mir als Mutter einfach nicht jeden Samstag 6 Stunden für meinen Hyperfokus reduzieren…). Zwar wird dann erwähnt, dass man in bestimmten Lebensphasen das nicht immer umsetzen kann, aber das hilft mir dann ja nicht, sondern sorgt eher für mehr Frust – hier wäre es einfach schön gewesen, zumindest einen konkreten Handlungsimpuls zu bekommen.
Insgesamt ein toller Ratgeber mit echtem Mehrwert, der auch noch wirklich ansprechend gestaltet ist. Sehr gelungen!
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Therapie einer Mörderin: Psychothriller | Je tiefer du in ihre Seele blickst, desto mehr verlierst du deine eigene von H.M. Connally
Nichts für Zartbesaitete!
Dieser Thriller, der in Irland spielt, ist nichts für Zartbesaitete. Die Triggerwarnung zu Beginn ist daher gerechtfertigt und sollte beachtet werden.
Dr. Ava Murphy leitet die neu gegründete Abteilung am Dubliner Central Mental Hospital. Sie ist forensische Psychiaterin und kümmert sich um jene Mädchen und Frauen, die nach jahrelangem Martyrium zur Selbsthilfe gegriffen und ihre Peiniger getötet haben.
Während für Polizei und Gericht die Vorgeschichten, die zu solch einer Tat geführt haben, nur Nebensache sind, versucht Dr. Murphy, die Hintergründe zu beleuchten, um eine geeignete Therapie für die Frauen zu erarbeiten.
Als dann die junge Grace in ihre Abteilung verlegt wird, löst sie bei Ava Murphy eine Rückblende in ihre eigen Kindheit aus, denn auch Ava wurde als Kind in einem Kinderheim missbraucht ....
Meine Meinung:
Dass es in Kinderheimen zu sexuellen Missbrauch und Gewalt durch das Personal gekommen ist, kann nicht geleugnet werden. Zum einem sprechen die Baby-Gräber in den Gärten irischer Klöster Bände und zum anderen wurde erst kürzlich ein Missbrauchsskandal in einigen SOS-Kinderdörfern, an denen auch der Gründer. dieser Einrichtung, Hermann Gmeiner (1919-1986) beteiligt gewesen sein soll, aufgedeckt. Sich an der vulnerabelsten Gruppe zu vergreifen, ist wohl das schlimmste Verbrechen.
Daher können die in diesem Buch beschrieben Frauen durchaus mit Sympathie und Verständnis der Leserschaft rechnen. Doch Recht ist nicht gleich Gerechtigkeit, weshalb ein Happy End selten in Frage kommt.
Für mich sind zwar nicht alle Fragen um Ava Murphy beantwortet worden, dennoch ist sie die Heldin dieser Geschichte.
Dieses Buch macht die Grenzen unseres Rechtssystem sichtbar, weil die Grenzen zwischen Täter und Opfer in solchen Fällen verschwimmen lässt.
Wie im Nachwort zu lesen ist, ist hier wenig erfunden.
Fazit:
Dieser Psychothriller ist schwere Kost und sollte mit entsprechender Vorsicht gelesen werden. Gerne gebe ich diesem aufwühlenden Buch 5 Sterne.
Rezensionen von Piet1990:
National Geographic Kids - Die tollsten Tierbabys aus aller Welt von Maya Myers
Süß, spannend und lehrreich zugleich
„Die tollsten Tierbabys aus aller Welt“ ist ein rundum gelungenes "Sachbuch" für Kinder. Schon beim ersten Durchblättern war ich begeistert von den vielen beeindruckenden Fotos. Die Tierbabys sind nicht nur unglaublich niedlich, sondern werden auch sehr lebendig und abwechslungsreich präsentiert.
Besonders gut gefällt mir die Mischung aus kurzen, leicht verständlichen Texten und spannenden Fakten. Kinder lernen hier spielerisch Neues über verschiedene Tierarten aus aller Welt. Die Informationen sind kindgerecht aufbereitet und wecken ganz automatisch Neugier und Interesse an der Tierwelt.
Die Gestaltung ist typisch National Geographic Kids: farbenfroh, übersichtlich und hochwertig. Jede Seite lädt zum Entdecken ein, und man kann das Buch sowohl gemeinsam anschauen als auch allein darin stöbern. Auch das Cover ist ein echter Hingucker und macht sofort Lust, das Buch aufzuschlagen.
Fazit:
Ein wunderschönes Kinderbuch, das Wissen, Spaß und Staunen perfekt verbindet. Ideal für kleine Tierfans, zum Vorlesen, gemeinsamen Anschauen oder selbst Entdecken. Für mich ein absolutes Highlight im Kinderbuchregal und eine klare Empfehlung.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Kann KI die Natur retten? von Frauke Fischer; Hilke Oberhansberg
Eine Leseempfehlung
„KI ist wahrscheinlich das Beste oder das Schlimmste, was der Menschheit passieren kann.“ (Stephen Hawking)
In drei Abschnitten, die wiederum in insgesamt in neun Kapiteln unterteilt sind, legen die Autorinnen dar, was KI in Bezug auf die Rettung der Natur kann oder eben nicht kann:
Teil I - Eine kurze Geschichte der Intelligenz
Kap.
1: Wissensvorsprung?
Kap. 2: Natürlich genial
Kap. 3: Künstlich intelligent
Teil II - Technischer Support für die Natur
Kap. 4: Wo liegt das Problem?
Kap. 5: Was kann KI?
Kap. 6: Schöne neue Welt
Teil III - Der Haken an der Sache
Kap. 7: Der Blick auf die Stromrechnung
Kap. 8: Früher war mehr
Kap. 9: Schwierige Datenlage
Ein Plädoyer zum Schluss fasst das Wichtigste noch einmal zusammen.
Das KI Texte schreiben und Bilder generieren sowie selbständig lernen kann, hat sich schon herumgesprochen. Dass sie Supercomputer Unmengen an Energie, Rohstoffen und Wasser zur Kühlung (!) benötigt, haben noch nicht alle verinnerlicht.
Das ist erstaunlich, lehrreich und enthält eine gute Portion Humor. Damit können sowohl alle jene, die die Natur lieben, als auch jene die von Technik fasziniert sind, Fragen beantwortet bekommen und neue Ideen gefunden werden
Die wichtigste Erkenntnis und Essenz dieses wichtigen und durchaus auch humorvoll geschriebenen Buches (sonst würde es niemand lesen) ist folgendes:
„KI kann die Natur nicht retten. Das müssen wir schon selbst tun. Aber KI kann eine der mächtigsten Helferinnen sein, die wir haben werden. Wir sollten sie mit Intelligenz nutzen.“
Dem ist wohl wenig hinzuzufügen.
Fazit:
Diesem Buch, mit dem uns Biologin Frauke Fischer und Wirtschaftswissenschaftlerin Hilke Oberhansberg auf eine unterhaltsame Weise in jene Welt entführen, die Hightech und Natur verbindet, gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.











