Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Thaliomee:
Willkommen in Gravity Falls - Dippers und Mabels Leitfaden zu Mysterien und endlosem Spaß von Disney; Alex Hirsch; Shane Houghton
Bunt und chaotisch
Ich kannte Gravity Falls bisher nicht, denke aber das Buch ist auch gut als Einstieg in die Welt geeignet. Schon das Cover ist bunt, chaotisch, mit Glitzer und „Anmerkungen“ versehen.
Innen geht es mit vollgestopften und bunten Seiten weiter. Viele Kinder mögen diesen lockeren Tagebuchstil und werden von den Zwillingen Dipper und Mabel Pines vollkommen abgeholt.
Es werden auch andere Figuren vorgestellt und alles gut eingeführt, man muss also die anderen Bücher der Serie nicht gelesen haben.
Neben Geschichten gibt es Bastelanleitungen, Tipps und kleine Rätsel. Alles sehr kindgerecht, das Buch ist ab 8 Jahren empfohlen und ich denke das passt auch so. Auch etwas ältere Kinder werden hier noch ihren Spaß haben. Es gibt einige Seiten zum Ausfüllen oder sogar Ausschneiden.
Alles in allem ein verrücktes, chaotisches Buch in dem es wirklich viel zu entdecken gibt.
Rezensionen von S.L. :
Imperia - you let the fire in von Cleo B. Moon
Gefährliche Gefühle
In Imperia leben nur Frauen. Ein Virus hat alle Männer getötet. Egal, es waren sowieso nur Schwächlinge. Jara wurde dort zu einer knallharten, möglichst gefühllosen Kämpferin erzogen. Als ihre einzige Freundin in die Randbezirke verbannt wird, folgt sie ihr und entdeckt nicht nur eine wunderbare Welt, - bis hier stimmig, interessant, gut geschrieben - sondern auch den Supermann und wandelt sich zum liebeshungrigen gehorsamen und wimmernden … Weibchen.
Im Hintergrund geht es um eine eifersüchtige Ex-Freundin, nette Bewohner mit wirklich interessanten Fähigkeiten (das dürfte gern ausgebaut werden) und die Vorbereitung auf den Kampf, in dem Imperia besiegt werden soll.
Im Buch ist für mich ein Bruch. Zunächst spannend, gut erzählt, dann überwiegend auf ein Thema fokussiert. Interessante Nebencharaktere geben etwas Salz, der zweite Teil ist aber eher einseitig. Nur ein kurzes, aber heftiges Aufflackern von Spannung. Das wars.
Rezensionen von Danislesestube:
PRISM von Katherina Ushachov
Grundsolider Kurzroman
Dieses Buch habe ich mit einem anderen Buch zusammen vom ohneohren Verlag im E-Book Format erhalten. Vielen Dank an dieser Stelle. Meine Meinung wird davon wie immer nicht beeinflusst. Wenn es etwas zum Meckern gibt, dann ist das eben so. ????
Menschen und Zukunftstechnik sind vor allem in Filmen nicht selten eine eher ungünstige Kombination.
Was mit einer kleinen Idee beginnt, entwickelt sich oft in eine schräge und ethisch fragwürdige Richtung. Der Grundgedanke ist ja oft, der Menschheit einen Gefallen zu tun. Aber zu welchem Preis? Hier bekommen wir es beispielsweise mit PRISM zu tun. Damit soll es möglich sein, Menschen nach ihrem Tod beispielsweise zu den Umständen ihres Ablebens befragen zu können. Zum Verbrechen aufzuklären sicher eine feine Sache. Einfach den toten Körper an einen Computer anstecken, den Verstand hochladen und auf geht es. Die Oberfläche wird im Buch z. B. mit einem Point & Click Adventure (kennt das noch jemand von meinen jüngeren Lesern?) verglichen. Pixelmatsch und etwas Hilflosigkeit inklusive. Was kann da bloß schiefgehen? Etwa Missbrauch? Nein. Also wirklich. ????
Wir begleiten die Charaktere Penelope, Sofie und Kader, welche mit dem Projekt PRISM vertraut sind, damit zu arbeiten und im besten Fall weiterzuentwickeln. Deren Alltag las sich spannend. Mögliche Risiken wurden erwähnt. Genauso wie Bedenken, ob man das Richtige tut. Immerhin lässt man eine tote Person ihren Tod in der Theorie noch einmal erleben. Zumindest gedanklich. Denn, ob die Person bzw. der Verstand, der ja eigentlich nur ein Abbild der zuvor noch lebenden Person ist, wirklich in dieser digitalen Welt „lebt“ kann man durchaus hinterfragen.
Das Protagonisten-Trio hat mir gut gefallen. Drei unterschiedliche Charaktere, die in dieser kurzen Zeit mit dem Roman sehr viele Facetten gezeigt haben. Selbstverständlich wurde hier, wie im Klappentext angedeutet, mit einer Prise Queerness und als Garnitur Diversität gewürzt. Bin froh, dass aus der Beziehung der drei kein großes Drama gemacht wurde. Es ist, wie es ist. Punkt. Danke. Zwischendurch gab es rasante Momente, aber insgesamt tuckert die Geschichte eher gemütlich vor sich hin.
Viel spannender war, wie sich PRISM weiterentwickelt hat und was damit möglich ist. Es wurde von der Autorin ausreichend Infos hinzugefügt, dass man sich etwas darunter vorstellen kann. Drumherum schmiegt sich eine spannende Geschichte, die relativ abrupt endete. So 30, 40 Seiten mehr hätten der Geschichte gut getan. Aber insgesamt bin ich zufrieden.
Rezensionen von S.:
Imperia - you let the fire in von Cleo B. Moon
Gefährliche Gefühle
In Imperia leben nur Frauen. Ein Virus hat alle Männer getötet. Egal, es waren sowieso nur Schwächlinge. Jara wurde dort zu einer knallharten, möglichst gefühllosen Kämpferin erzogen. Als ihre einzige Freundin in die Randbezirke verbannt wird, folgt sie ihr und entdeckt nicht nur eine wunderbare Welt, - bis hier stimmig, interessant, gut geschrieben - sondern auch den Supermann und wandelt sich zum liebeshungrigen gehorsamen und wimmernden … Weibchen.
Im Hintergrund geht es um eine eifersüchtige Ex-Freundin, nette Bewohner mit wirklich interessanten Fähigkeiten (das dürfte gern ausgebaut werden) und die Vorbereitung auf den Kampf, in dem Imperia besiegt werden soll.
Im Buch ist für mich ein Bruch. Zunächst spannend, gut erzählt, dann überwiegend auf ein Thema fokussiert. Interessante Nebencharaktere geben etwas Salz, der zweite Teil ist aber eher einseitig. Nur ein kurzes, aber heftiges Aufflackern von Spannung. Das wars.
Rezensionen von milky:
Die Reise ans Ende der Geschichte von Kristof Magnusson
Der Doppelagent und der Dichter
Die beiden Hauptfiguren des Romans könnten unterschiedlicher nicht sein: Dieter Germeshausen, der ungesellige, pessimistische Doppelagent und Jakob Dreiser, der positive, redselige, international gefeierte Dichter. Beide machen sich zusammen auf eine Mission nach Kasachstan.
Magnussons Roman "Die Reise ans Ende der Geschichte" hat mich sofort in seinen Bann gezogen.
Der Schreibstil war so locker, beschwingt und mit viel Humor, dass sich das Buch wie von selbst gelesen hat. Obwohl die Hauptfiguren und deren Vergangenheit nicht bis ins letzte Detail beschrieben waren, fühlt man sich im Buch total wohl und kann sich gut in die Charaktere hineinversetzen.
Ich finde es positiv, dass dem Roman ein geschichtlicher Rahmen gegeben wurde und das damalige Lebensgefühl sehr gut transportiert wurde.
Fazit: ein humorvoller und kurzweiliger Roman, der für jedermann geeignet ist.
Rezensionen von Philiene :
Die Seehexen von Positano von Sarah Penner
Im Meer
Bei diesem Buch ist der Teil in der Vergangenheit eindeutig besser als der in der Gegenwart. Die Geschichte rund um Mari, Holmes und den Ort Positano hat mir richtig gut gefallen. Die Frauen die das Meer beherrschen und dadurch versuchen ihr Dorf zu retten war mystisch und hat von starken Frauen erzählt.
Dazu kommt eine Liebesgeschichte und Einblicke in die Welt der Piraten. Spannend, mystisch und emotional.
Der Teil in der Gegenwart konnte mich nicht so packen, vieles war vorhersehbar und daher war dieser Teil nicht so spannend. Haven die Protagonistin war auch eine starke Frau und das Thema Meeres Archäologie war sehr interessant, trotzdem konnte mich dieser Teil nicht so packend wie der in der Vergangenheit.
Für mich hat das Buch von dem großartigem Teil in der Vergangenheit gelebt. Diese Geschichte war so lebendig geschrieben, daß ich das Meer vor mir gesehen habe und mich mit Mari in die Fluten gestürzt habe. Ihre Geschichte ging mir unter die Haut.
Wer das Meer liebt, wird dieses Buch lieben.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
Der lange Schatten des Krieges
Alle waren im Krieg, nur Adrian nicht, sein Vater hat ihn durch einen Schlag aufs Bein der Einberufung entzogen.
Der Krieg ist trotzdem immer präsent, das ist bis zum letzten Kapitel spürbar, und er betrifft jeden, die Hinterbliebenen, die Versehrten, die Vertriebenen, Täter und Opfer, und auch Adrian, der gar nicht dabei war.
Die Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg lässt ihn sein Leben lang nicht los.
Das Buch erzählt österreichische Geschichte, vom Ende der Monarchie („wir hätten das Meer nicht verlieren dürfen“) fast bis zur Gegenwart, sehr genau und kritisch betrachtet, vielschichtig und mit feiner Ironie geschrieben.
Ein Buch, das man langsam lesen sollte, Geschichtskenntnisse sind dabei von Vorteil. Beeindrucken finde ich die langen Sätze, die gelegentlich mittendrin einen Haken schlagen und anders weitergehen als man vermutet.
Als Adrian gegen Schluss in den englischen Downs Ruhe und etwas Glück findet, ist es ihm zu gönnen, für mich flacht die Geschichte dann eher ab.
Trotzdem bleibt es ein spannendes und außergewöhnliches Buch.
Rezensionen von youngreaders:
Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab von Kristina Ohlsson
Kinder- bzw. Jugendgrusel
Mir hat schon das erste Jugendgruselbuch "Flammenrad" von Kristina Ohlsson wirklich gut gefallen und auch "Sternengrab" finde ich spannend für die Zielgruppe. Wieder trifft es das kleine Örtchen Hovenäset, wieder gibt es merkwürdige Begebenheiten und wieder ist es - zumindest für junge Leser - ziemlich gruselig und doch nicht zu sehr, dass man die Lesenden abschreckt.
Alva forscht nach, warum ihr Vater bei dem Verkehrsunfall, bei dem er ums Leben kam, mitten auf der Straße stand. Sie sieht eine merkwürdige Katze, ein mindestens genauso merkwürdiges etwa 6-jähriges Mädchen und entdeckt noch so einiges mehr. Als erfahrener Gruselleser kann man sich schon einiges der Geschichte erschließen, wenn die Charaktere im Buch noch im Dunkeln tappen, aber man muss eben bedenken, dass Hauptfiguren Kinder sind und dass das Buch eben auch für Kinder/Jugendliche geschrieben ist.
Mir als Erwachsener hat das Buch gut gefallen, ich mag den Schreibstil und den Erzählverlauf und würde das Buch Kindern ab ca. 12 Jahren empfehlen, wenn sie nicht ängstlich sind!
Rezensionen von Kunde:
Minnesota von Jo Nesbø
Sehr spannend
Der Autor Jo Nesbo hat ein neues Buch herausgebracht, das mir sehr gefallen hat. Ich bin ein sehr großer Fan von ihm und habe mich schon sehr auf sein neues Werk gefreut. Seine Bücher um Harry Hole habe ich geliebt und sehr gerne gelesen. Zu meiner Freude führt Jo Nesbo hier einen neuen Ermittler ein.
Bob Oz ist genauso unsympathisch wie Harry Hole. Das Leben von Bob Oz liegt in Trümmern nach dem Tod seiner Tochter. Seine Frau hat ihn verlassen. Er hat unbeständige Liebschaften und ertrinkt seinen Kummer in Alkohol. Nur die Ermittlungsarbeit lenkt ihn ab. Die Handlung wird in wechselnden Zeitebenen erzählt. Der Schreibstil ist sehr flüssig. Der Krimi braucht etwas, bis er an Spannung gewinnt. Besonders gefallen hat mir, dass Jo Nesbo wieder viele unvorhergesehene Wendungen eingebaut hat.
Sehr fesselnder und spannender Krimi mit Bob Oz als neuen Ermittler.
Rezensionen von Ruth:
Die Reise ans Ende der Geschichte von Kristof Magnusson
Persiflage auf den klassischen Spionageroman
Die Neunziger Jahre - eine Zeit der Euphorie: der Eiserne Vorhang war gefallen, die Mauer zwischen den beiden deutschen Staaten war weg, der Kalte Krieg endlich Vergangenheit. Voller Optimismus konnte man in die Zukunft schauen, ohne Angst. Die Welt war im Begriff, eine bessere zu werden. „ Das ist das Ende der Geschichte,“ davon ist der fünfundzwanzigjährige Dichter Jakob Dreiser überzeugt.
Doch nicht jeder mag in die allgemeine Glückseligkeit mit einstimmen, wie z. B. Dieter Germeshausen. Wo bleiben denn dann Leute wie er, die zuvor in dieser Geschichte eine Rolle gespielt haben? Seit 27 Jahren arbeitet er brav für den BND, hat sich jahrelang um Überläufer aus dem Warschauer Pakt gekümmert. Aber da in Pullach niemand so richtig seine Leistung gewürdigt hat, bot er irgendwann der gegnerischen Seite seine Dienste an. Und nun kommt Gorbatschow und aus und vorbei ist es mit seinen beiden Jobs. Aber schon immer ist es so bei ihm gelaufen. Erst hat er sich vergeblich bei der AOK beworben, dann zeigte ihm der BND die kalte Schulter . „ Und als Krönung des Ganzen fing er an, für die Sowjetunion zu spionieren, und kurze Zeit später war die Sowjetunion weg. Sein Leben war ein einziger Rohrkrepierer.“
Aber damit sollte nun Schluss sein. Germeshausen plant den letzten großen Coup, der ihm seinen Ruhestand vergolden soll.
Dafür braucht er Jakob Dreiser. Denn anders als Germeshausen versteht dieser es, die Leute in Gespräche zu verwickeln und für sich einzunehmen. Und im Grunde genommen sind Schriftsteller doch die idealen Spione. Sie sitzen stundenlang in Cafés oder auf Parkbänken, beobachten die Menschen und machen sich Notizen.
Auf dem Sommerfest der Russischen Föderation in Rom begegnen sich die beiden ungleichen Protagonisten, ausgerechnet bei den Russen. „ Wenn man früher versucht hätte, in diesen Garten zu gelangen, wäre man in einem sehr dunklen Keller gelandet. Jetzt wird man bewirtet.“ wundert sich Germeshausen, bevor er Jakob sein Angebot unterbreitet.
Jakob ist zwar überrascht, aber die Neugierde ist größer. Diese neue Aufgabe verspricht doch etwas Abwechslung in seinen langweiligen Alltag zu bringen. Damit sollte er Recht behalten. Denn was nun folgt ist eine unglaubliche Geschichte, die die beiden bis nach Kasachstan führen soll. Es geht um viel Geld, um russische Hubschrauber und die russische Mafia und ein Geschäftstreffen in einer Petersburger Sauna.
Attraktive Frauen dürfen in einem Spionagethriller natürlich nicht fehlen. Dominique ist eine äußerst trinkfreudige Dame, ehemalige Botschaftergattin und die erste Liebe von Germeshausen. Auch für sie plant er diesen Deal.
Francesca ist weitaus mehr als eine einfache Italienischlehrerin, die ihre erwachsenen Schüler verführt. Warum sonst sollte sie Jakob und Dieter nach Kasachstan begleiten?
Eine wichtige Rolle spielen auch noch die Leiterin des Goethe-Instituts in Almaty und die unzugängliche Chefin einer Hubschrauberfabrik.
Kristof Magnusson hat mit „ Die Reise ans Ende der Geschichte“ eine Persiflage auf den klassischen Agentenroman geschrieben. Die Handlung ist gleichermaßen aberwitzig wie spannend. Die Charaktere, wenn auch leicht überzeichnet, wirken echt und lebendig. Da ist der vom Leben enttäuschte, stets pessimistisch gestimmte Doppelagent. Ihm gegenüber steht Jakob, jung, stets gut gelaunt, aber etwas gelangweilt, der nun an der neuen Aufgabe über sich hinauswächst. Und auch die Nebenfiguren sind detailliert und liebevoll herausgearbeitet.
Viele bissige Spitzen auf Milieus und landestypische Eigenheiten sorgen für Heiterkeit. Auch die politische Aufbruchstimmung der Neunziger Jahre kommt gut rüber. Leider zeigt die aktuelle Situation, dass Germeshausen mit seiner negativen Weltsicht richtig lag. „Ich sage Ihnen, woran die Russen sich erinnern werden. Daran, wie sie jetzt gerade vom Westen gedemütigt werden. Die Sowjetunion war eine Weltmacht, jetzt ist alles nur noch Wind of Chance und Tetris, das kann doch nicht gut gehen.“ Und : „ Wir werden die alte Welt noch ganz schön vermissen.“
Eine weitere Stärke des Autors sind seine Dialoge, spritzig und pointiert.
Ich habe mich mit diesem satirischen Spionage- und Gesellschaftsroman bestens amüsiert, auch wenn die Geschichte zum Ende hin ein paar abstruse Drehungen zu viel nimmt.









