Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peppi:
Melken von Sanna Samuelsson
hat mich nicht überzeugt
ich habe mich mit diesem Debüt von Sanna Samuelsson sehr schwer getan.
Mir ist es nicht gelungen einen wirklichen Zugang zu Ellen zu finden.
Ellen, die sich nach einer gescheiterten Beziehung, in ihr Elternhaus, deren jetzige Besitzer in Urlaub sind, einschleicht, verstehe ich einfach nicht.
Ihre Vergangenheit existiert nicht mehr so wie sie sie in Erinnerung hat. Sie ist verschwunden, wirkt aber trotzdem nach. Die Stellen an deren Ellen sich an ihre Kindheit erinnert empfand ich als sehr gut erzählt. Auf der anderen Seite konnte ich viele ihrer Handlungen nicht nachvollziehen. Auch die Begegnung mit Max, dem Jugendfreund, war für mich merkwürdig.
Ich glaube, ich habe das Buch nur zu Ende gelesen , weil es nicht sehr umfangreich war. Bei einem dicken Buch hätte ich mit Sicherheit vor dem Ende abgebrochen.
Fazit: Das war kein Buch für mich!
Rezensionen von Ameland:
Wenn das Leben dir eine Orange gibt, mach Sangria daraus von Jana Portas
Teneriffa mal anders
Nach der Trennung von ihrem Freund bricht plötzlich ein Shitstorm der besonderen Art über Mia herein. Sie braucht eine Pause und Abstand, da hört sich das Angebot, mehrere Wochen Housesitting auf Teneriffa doch perfekt an. Aber von Mitbewohnern war in der Anzeige keine Rede gewesen.
Jana Portas ist mit dieser Geschichte ein wunderschöner Wohlfühlroman aus der Feder geflossen.
Ihre Charaktere sind so unterschiedlich wie das Leben sie eben hervorbringt, teils skurril, teils liebenswürdig und hilfsbereit, aber auch voller Neid oder Missgunst. Manche Personen kämpfen mit ihren Problemen und Traumata. Aber trotz allem verliert die Geschichte nicht ihre Leichtigkeit und wird immer wieder durch humorvolle Szenen aufgelockert.
Was mir besonders gefallen hat, ist dass ich Teneriffa fernab des Massentourismus erleben durfte. Ich habe nicht nur sehr viel über die schützenswerte Flora und Fauna der Insel erfahren, sondern auch etwas über ihre Geschichte und Legenden.
Der Tourismus ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits leben die Insulaner davon, aber andererseits geht er zu Lasten der Ursprünglichkeit und der Natur. Außerdem treibt er die Lebenshaltungskosten in die Höhe. Ein Problem mit dem Teneriffa nicht alleine dasteht.
Wenn das Leben dir eine Orange gibt, mach Sangria daraus ist nicht nur ein Liebesroman, sondern eine tolle Mischung aus bildreicher und bildhafter Landschaftsbeschreibung, charakterstarker Personen, dabei voller Humor und auch Spannung.
Rezensionen von Tara:
Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte von Skye McKenna
Spannend & magisch
„Cassandra Morgan - Die magische Flöte“ ist nach „Cassandra Morgan - Der goldene Schlüssel“ der zweite Band der australischen Autorin Skye McKenna mit ihrer Protagonistin Cassandra Morgan.
Ich denke, dass es sinnvoll ist zunächst den ersten Band zu lesen, da Band zwei direkt an diesen anschließt und mit ein wenig Hintergrundwissen die Handlung besser verständlich ist.
Die Protagonistin Cassandra Morgan gehört einer Familie von Hexen an. Neben ihr sind auch wieder ihre Freunde Rue und Tabitha mit dabei. Gemeinsam stürzen sie sich in ein fantastisches, spannendes und magisches Abenteuer.
Im Dorf Hagley sorgt ein Fluch für Aufregung, der die Bewohner nach einem gefährlichen Artefakt suchen lässt. Von diesem müssen die Dorfbewohner befreit werden.
Der Schreibstil von Skye McKenna ist sehr lebendig und voller Fantasy. Sie beschreibt die Umgebung, die Fabelwesen und Sagengestalten so detailliert, dass die Atmosphäre richtig greifbar wird. Diese war dieses Mal deutlich düsterer als im vorherigen Band.
Cassandra hat sich im Verlauf der Handlung auf eine großartige Weise weiterentwickelt. Es ist so schön zu erleben, wie sie und ihre Freunde sich ergänzen, gemeinsam agieren und zusammenhalten.
Ein Highlight ist hier auch wieder die Buchgestaltung. Neben einem wundervollem Buchschnitt hat die Illustration Viktoria Gavrilenko die einzelnen Seiten liebevoll mit ihren Zeichnungen umrahmt.
Wir sind jetzt schon ganz gespannt auf den dritten Band, der allerdings leider erst im November diesen Jahres erscheinen wird.
Rezensionen von Tara:
Am helllichten Tag von Peter Probst
Ein Blick in die Abgründe der menschlichen Psyche
Nachdem der Vater der Journalistin Toni gestorben ist, findet sie in seinem Nachlass einen Brief mit einem rätselhaften Geständnis. Toni beginnt zu recherchieren und findet heraus, dass in ihrer Heimatstadt Pirmasens in Rheinland-Pfalz in den Sechzigerjahren drei Kinder spurlos verschwunden sind und die Fälle wurden nie aufgeklärt wurden.
Nun beschäftigt sich die Journalistin Toni mit diesen, da aus den Briefen ihres Vaters hervorgeht, dass er etwas mit dem Verbrechen zu tun hat. Toni kann die Vergangenheit nicht einfach auf sich beruhen lassen.
Gleichzeitig kommt es zu einem weiteren Verbrechen, das bei mir für Gänsehautmomente sorgte. Interessant ist dabei die Vorgehensweise der Polizei im Vergleich zu den Verbrechen in der Vergangenheit.
Nachdem ich einmal angefangen hatte zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören.
Der Schreibstil von Peter Probst liest sich leicht und hat mich von Beginn an gefesselt.
Er erzeugt eine bedrückende und beklemmende Atmosphäre, die dadurch, dass man weiß, dass es sich nicht um reine Fiktion handelt verstärkt wird.
Toni ist eine sympathische Protagonistin. Sie, sowie die übrigen Charaktere, werden authentisch und facettenreich dargestellt und die Dialoge machen die Handlung lebendig.
Die Ereignisse stecken voller Wendungen und Überraschungen, so dass keine Längen aufkommen und ein wahrer Lesesog entsteht.
Mir hat die Kombination aus Fakten und Fiktion sehr gut gefallen. Der Autor hat beides gelungen miteinander verbunden und nebenbei noch ein wenig der Pirmasenser Stadtgeschichte mit eingebaut. Wer Spannung mag und gerne in die Abgründe der menschlichen Psyche blickt, für den ist dieser Kriminalroman genau das Richtige.
Rezensionen von Gabriela:
Rührung von Herwig Oberlerchner
Berührend
Ein fulminant gelungener Abriss einer Autobiographie, der offenherziger, be-, anrührender nicht sein könnte. Ein Sieg (Gewinn) der Heranreifung. Äußerst feinsinnige, spannend gestrickte Assoziationsketten. Auch das Kreuz des Nationalsozialismus, das der Protagonist und viele Generationen auf den Schultern trägt, ist so spannend und nachvollziehbar geschildert, wie ich es noch nie gelesen habe.
Wunderschönes Werk!
Wagt es! - Das Wagnis.
Rezensionen von Piet1990:
Mit anderen Augen von Jane Tara
Ein Perspektivwechsel, der nachwirkt
„Mit anderen Augen“ ist ein ruhiger, nachdenklicher Roman, der sich intensiv mit Wahrnehmung, Beziehungen und persönlichen Sichtweisen beschäftigt. Im Mittelpunkt steht weniger die äußere Handlung als vielmehr die Frage, wie unterschiedlich Menschen dieselben Situationen erleben und deuten.
Der Schreibstil ist klar und zurückhaltend, oft sehr reflektierend.
Besonders gut gefallen hat mir, wie fein die inneren Gedanken und Emotionen der Figuren herausgearbeitet werden. Viele Szenen wirken leise, aber genau dadurch sehr eindringlich.
Das Tempo ist eher ruhig, was gut zur Thematik passt, an manchen Stellen aber auch etwas Geduld verlangt. Dafür entsteht eine dichte Atmosphäre, die zum Nachdenken anregt.
Fazit:
Ein stiller Roman über Perspektiven, Missverständnisse und das Verstehen anderer. Wer sich auf eine ruhige, introspektive Geschichte einlassen möchte, findet hier eine berührende und nachhaltige Lektüre.
Rezensionen von BR:
Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? von Wencke Mühleisen
kein angenehmes Lesen
Die körperliche Nähe war schon lange aus der Ehe von Erika und Jan verschwunden. Trotzdem kam es für sie sehr überraschend als Jan ihr an einem letzten Urlaubstag offenbarte dass er seit ca. anderthalb Jahren eine Beziehung mit der jüngeren Marie hat.
Mich haben zwei Dinge gestört: Zum einen der Schreibstil mit vielen verschachtelten, langen Sätzen.
Ich wollte ein Beispiel zitieren habe dann aber aufgrund der Überlänge nur die Anzahl der Worte gezählt: 94 Worte! (Seite 92/93) Was soll man mit solch einem Satz anfangen?
Und die Hauptperson Erika deren Gedanken die ganze Geschichte tragen blieb mir unsympathisch. Wir lesen die ganze Zeit larmoyante und aggressive Betrachtungen ihrer jetzigen Situation. Besonders ihre Gedanken Marie gegenüber waren derbe und beleidigend.
Es war für mich kein angenehmes Lesen so dass ich froh war dass das Buch weniger als 200 Seiten hatte.
Rezensionen von Piet1990:
Ultramarin von Ann-Christin Kumm
Intensiv, ruhig und voller Zwischentöne
„Ultramarin“ ist ein leiser, sehr atmosphärischer Roman, der vor allem über Stimmungen und innere Prozesse funktioniert. Die Geschichte nimmt sich Zeit, die Figuren und ihre Gedanken zu entfalten, und verzichtet dabei bewusst auf große dramatische Wendungen.
Besonders gefallen hat mir die dichte, fast melancholische Atmosphäre.
Die Sprache ist ruhig, klar und gleichzeitig sehr bildhaft, sodass viele Szenen lange im Kopf bleiben. Vieles wird eher angedeutet als direkt ausgesprochen, was dem Buch eine besondere Tiefe verleiht.
Allerdings erfordert die Erzählweise Geduld. Das Tempo ist langsam, und nicht jede Passage trägt gleichermaßen zur Spannung bei. Dafür entsteht ein intensives Gesamtbild, das vor allem durch seine Zwischentöne wirkt.
Fazit:
Ein ruhiger, stimmungsvoller Roman, der weniger durch Handlung als durch Atmosphäre überzeugt. Ideal für Leser:innen, die sich auf leise, reflektierende Geschichten einlassen möchten.
Rezensionen von Shilo:
Unser erster Sommer am See von Frida Luise Sommerkorn
Von Verlust, Mut und kleinen Momenten der Nähe
Manchmal muss man einen klaren Schnitt wagen, auch wenn es schwerfällt. Genau an diesem Punkt steht Elena. Sie lässt ihr altes Leben hinter sich und bricht ohne großen Plan nach Schweden auf.
Der Tod ihrer Mutter und die Trennung von Malte bringen sie völlig aus dem Gleichgewicht. Ihr Alltag wirkt leer, nichts passt mehr richtig zusammen.
Die Reise mit dem Camper ist kein Abenteuer, eher ein Versuch, wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren.
In Schweden trifft Elena auf die Familie ihres Vaters, die sie kaum kennt. Alles ist neu für sie, und sie muss sich erst zurechtfinden. Auch Jonas gehört zum Umfeld der Familie. Er ist still und hält Abstand.
Elena und Jonas kommen langsam näher. Man merkt, dass sie sich mögen. Kleine Gesten – ein Lächeln oder ein Blick – zeigen ihre Gefühle.
Der Schreibstil ist klar und einfach, aber trotzdem warm. Er trägt die Geschichte ruhig, lässt die Figuren lebendig wirken und macht das Lesen angenehm.
Der Roman endet ruhig und stimmig. Elena findet nach und nach ihren Platz. Man spürt, wie sie sich verändert. Die Gefühle bleiben leise, aber spürbar. Beim Lesen entsteht eine warme Stimmung, die das Loslassen und den Neuanfang nachvollziehbar macht.
Die Geschichte ist ruhig erzählt, die Figuren wirken glaubwürdig und die Gefühle kommen zurückhaltend, aber spürbar zum Ausdruck. Der Schreibstil ist einfach, aber warm und trägt die Geschichte angenehm. Wer leise Liebesgeschichten, Neuanfänge und persönliche Entwicklungen mag, wird hier gut unterhalten.
Für alle, die ruhige, gefühlvolle Geschichten mit echten Figuren und einem leisen Liebesfaden mögen, ist dieses Buch eine schöne Wahl. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Herwig Oberlerchner:
Zu wenig vom Guten von Katinka Ruffieux
Sicher nicht zu viel des Guten
Eine Familie. Vater, Mutter, zwei Töchter. Und der Großvater, der mit dem zehnjährigen Sohn schon vor vielen Jahren von Ungarn eigentlich nach Amerika wollte, aber in der Schweiz hängen blieb. Hoher Anpassungsdruck, das Leben aller drei Generationen weit weg von den eigentlichen Wünschen und Sehnsüchten.
Tod des liebenswert-schrulligen Großvaters, Scheidung der Eltern, Zerbrechen der Familie, die Töchter leiden, die jüngere still, die ältere expansiv bis zur individuellen Katastrophe. Sprachlich sehr ansprechend, bildhaft klug, ein tiefer Einblick in die komplexe Soziodynamik einer Migrantenfamilie.











