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Im Detail

Die Augen der Finsternis /
Thriller

Autor: Dean Koontz

Übersetzt von: Sabine Schilasky
Deutsch
2020 - Ullstein

E-Book (EPUB)

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Taschenbuch
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Inhalt

Kurztext / Annotation
'Hat Dean Koontz in diesem Thriller aus dem Jahr 1981 den Ausbruch des Coronavirus vorausgesagt?' Daily Mail
'Dean Koontz ist nicht nur der Meister unserer dunkelsten Träume, sondern auch ein literarischer Jongleur.' The Times

Die Augen der Finsternis von Bestsellerautor Dean Koontz ist ein packender Thriller um die Suche einer Mutter nach ihrem Sohn - eine Reise, die eine tödliche Bedrohung für die ganze Welt offenbart
Ein Jahr ist vergangen, seit Tina Evans ihren Sohn Danny bei einem tragischen Unfall verloren hat. Als sie eines Morgens sein altes Kinderzimmer betritt, wartet an Dannys Kreidetafel eine Nachricht auf sie: NICHT TOT. Hat sich jemand einen makaberen Scherz erlaubt? Oder steckt ein anderer, ein unheimlicherer Grund dahinter? Die Suche nach der Antwort führt Tina von Las Vegas' hell erleuchteten Straßen durch staubige Wüsten bis zu den schneebedeckten Bergen der Sierra Nevada. Dabei stößt sie auf eine schreckliche Wahrheit, die das Leben aller bedroht - das Leben jedes Mannes, jeder Frau und jedes Kindes.
Dieser Thriller erschien 1988 unter dem Titel Die Augen der Dunkelheit

Dean Koontz ist 1945 in Pennsylvania geboren und aufgewachsen. Er arbeitete als Lehrer, bevor er sich dank der Unterstützung seiner Frau als Schriftsteller verwirklichen konnte. Inzwischen wurden seine Werke in 38 Sprachen übersetzt und mehr als 450 Millionen Mal verkauft. Dean Koontz lebt heute mit seiner Frau in Südkalifornien.

Textauszug
1

Am Dienstag, um sechs Minuten nach Mitternacht, sah Tina Evans auf dem Heimweg von einer späten Probe für ihre neue Bühnenshow ihren Sohn Danny in einem fremden Wagen. Nur war Danny seit über einem Jahr tot.

Zwei Blocks von ihrem Haus entfernt hielt Tina an einem 24-Stunden-Supermarkt an, um Milch und Vollkornbrot zu kaufen, und parkte im gelblichen Licht einer Natriumdampflaterne neben einem schimmernden cremefarbenen Chevrolet-Kombi. Der Junge saß auf dem Beifahrersitz und schien auf jemanden in dem Laden zu warten. Tina konnte nur sein Profil sehen, dennoch rang sie nach Luft.

Danny.

Dieser Junge war circa zwölf, in Dannys Alter. Er hatte dichtes dunkles Haar wie Danny, eine Nase, die Dannys glich, und ein eher zartes Kinn - genau wie Danny.

Sie flüsterte den Namen ihres Sohnes, als fürchtete sie, diese geliebte Erscheinung zu vertreiben, sollte sie lauter sprechen.

Der Junge hob, ohne sie zu bemerken, eine Hand an seinen Mund und begann auf seinen gekrümmten Daumenknöchel zu beißen. Damit hatte Danny ungefähr ein Jahr vor seinem Tod angefangen, und Tina hatte vergeblich versucht, es ihm abzugewöhnen.

Als sie den Jungen jetzt beobachtete, schien seine Ähnlichkeit mit Danny mehr als bloßer Zufall zu sein. Plötzlich wurde Tinas Mund trocken, und ihr Herz pochte. Sie hatte den Tod ihres einzigen Kindes bis heute nicht verwunden, weil sie nie versuchen wollte , ihn zu verwinden. Deshalb fiel es ihr angesichts der Ähnlichkeit dieses Jungen mit ihrem Danny allzu leicht, sich einzubilden, es hätte überhaupt nie einen Verlust gegeben.

Vielleicht ... vielleicht war dieser Junge ja wirklich Danny. Warum nicht? Je mehr sie darüber nachdachte, desto weniger verrückt kam es ihr vor. Schließlich hatte sie nie Dannys Leiche gesehen. Die Behörden und der Bestatter hatten ihr davon abgeraten und gesagt, Danny sei so übel verletzt, so entsetzlich entstellt, dass es besser wäre, sie würde ihn nicht so vorfinden müssen. In ihrer Verzweiflung und ihrem Kummer hatte sie ihren Rat befolgt, und Dannys Trauerfeier fand vor einem geschlossenen Sarg statt. Doch vielleicht hatten sie sich bei der Leichenidentifizierung geirrt, und es war gar nicht Danny gewesen, der bei dem Unfall umgekommen war. Vielleicht hatte er nur eine leichte Kopfverletzung erlitten, gerade genug, dass er ... das Gedächtnis verlor. Ja, Amnesie. Eventuell war er vom Unfallort weggegangen, ohne etwas bei sich, das ihn identifizierte, und außerstande, jemandem zu sagen, wer er war oder woher er kam. Das war doch möglich, oder? Solche Geschichten hatte sie schon im Fernsehen gesehen. Sicher. Amnesie. Falls es so war, könnte er in einer Pflegefamilie gelandet sein, in einem neuen Leben. Und nun saß er hier in dem cremeweißen Chevrolet-Kombi, zurück zu ihr geführt vom Schicksal und von ...

Der Junge musste ihren Blick gespürt haben, denn er drehte sich zu ihr. Sie hielt den Atem an, als er sein Gesicht langsam zur Seite wandte. Während sie einander durch zwei Seitenfenster im eigenartigen Schwefellicht anblickten, hatte Tina das Gefühl, sie würden sich über die weite Kluft aus Raum, Zeit und Schicksal hinweg berühren. Dann jedoch platzte ihre Fantasie. Er war nicht Danny.

Sie löste ihren Blick von seinem und schaute auf ihre Hände, die das Lenkrad so fest umklammerten, dass es wehtat.

"Verdammt!"

Sie war wütend auf sich. Gewöhnlich hielt sie sich für eine toughe, kompetente, vernünftige Frau, die mit allem fertigwurde, was das Leben ihr zumutete. Deshalb verstörte sie ihre Unfähigkeit, Dannys Tod zu akzeptieren, umso mehr.

Nach dem ersten Schock, nach der Beerdigung, hatte sie sehr wohl begonnen, den Verlust zu verarbeiten. Tag für Tag, Woche für Woche hatte sie Danny mit Trauer, Schuldgefühlen, Tränen und viel Bitterkeit, aber auch mit Entschlossenheit hinter sich gelassen. Im letzten Jahr hatte sie mehrere Schritte unternommen, um

Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

Buchdetails

Titel: Die Augen der Finsternis
Untertitel:Thriller
Untertitel:Übersetzt von: Sabine Schilasky
Autor:Dean Koontz
Verlag: Ullstein
Erscheinungsjahr:2020
Sprache:Deutsch
368 Seiten
ISBN-13: 978-3-8437-2353-4

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