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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von thora01:

Adas spezielle Aufgabe - spannender Fantasyroman

Ada: Die vergessenen Kreaturen von Miriam Rademacher

Inhalt/Klappentext:
Hörst du es? Das Knacken und Rascheln in der Dunkelheit, das einsetzt, sobald du das Licht gelöscht hast? Rede dir ein, dass es ganz harmlos ist, doch Ada weiß es besser.
Denn vor vierzig Jahren, als dem Kindermädchen einer ihrer Schützlinge abhandenkam, ist sie ihnen begegnet: den vergessenen Kreaturen, die zwischen den Wänden lauern.


Ausgerechnet in dem Haus, in dem das Unglück damals geschah, verschwindet jetzt erneut ein kleiner Junge, und dieses Mal will Ada bis an ihre Grenzen gehen, um das Kind zu retten. Doch manche Geheimnisse sträuben sich dagegen, gänzlich gelüftet zu werden.
(Quelle: Sternensand Verlag)

Meine Meinung:
Sehr spannender und ein wenig gruseliger erste Band der Reihe „Ada“. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist sehr leicht zu lesen und konnte mich sofort in die Geschichte hineinziehen. Ich mag es sehr wie die Autorin ihre handelnden Figuren in Szene gesetzt hat. Sie beschreibt ihre Protas und Nebenfiguren sehr detailiert und ich konnte sie mir sofort sehr gut vorstellen. Die Hauptprotagonistin Ada ist mir sehr sympathisch auch wenn sie zu Beginn ein wenig verrückt wirkt. Sie ist eine starke ältere Dame, die sich von nichts und niemanden unterkriegen lässt. Sie wirkt auf den ersten Blick harmlos und hat es dennoch faustdick hinter den Ohren. Die Nebenprotagonisten wirken neben Ada ein wenig blass. Sie runden die Story dennoch perfekt ab. Der Aufbau der Story gefällt mir sehr gut. Sehr spannend waren für mich die Zeitsprünge innerhalb der Geschichte. Ich fand toll wie die Autorin wohldosierte Horrorszenen in ihr Werk einfließen ließ. Sie machen das Buch zu etwas besonderen. Die Autorin hat mit ihrem Mix aus verschiedenen Genres genau meinen Geschmack getroffen. Die Story ist ziemlich undurchsichtig und ich musste mich sehr konzentrieren um den roten Faden nicht zu verlieren. Der Abschluss hat es in sich. Er wurde sehr actionreich gestaltet und lüftet das Geheimnis, das als kleine Puzzleszenen im gesamten Buch verteilt wurden

Mein Fazit:
Sehr spannende Geschichte. Die sehr gut platzierten Gruselszenen machen das Werk sehr interessant für die Dark Fantasy Leser. Die etwas ungewöhnliche Prota macht die Story zu etwas ganz Besonderem. Ich bin nach diesem sehr spannenden Abschluss sehr gespannt auf die nachfolgenden Teile.

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Rezensionen von inya:

sehr spannendes Thema

Rote Kreuze von Sasha Filipenko

Dieses Buch handelt von des Repressionen in Zeiten Stalins gegenüber den heimkehrenden Soldaten, die in Kriegsgefangenschaft während des zweiten Weltkriegs waren und was mit ihren Familien geschah. Ein Thema mit welchem ich mich noch nie vor der Lektüre des Buches beschäftigt hatte und von welchem ich auch noch nie gehört hatte.

Deshalb hat es mich direkt gepackt. Verpackt wird dieses historisch hoch brisante Thema in einem Dialog zwischen einer 90 jährigen an Alzheimer leidenden Dame und ihrem neuen jungen Nachbarn, welcher sich am Anfang eher gezwungener Maßen die Geschichte seiner schrulligen Nachbarin anhört, dann aber immer mehr in die Geschichte vordringt und Anteil nimmt. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und das Thema wirklich interessant und zum Nachdenken anregend. Ein empfehlenswertes Buch.

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Rezensionen von Hennie:

Mordermittlung zwischen Weihnachten und Dreikönigstag

Doggerland. Tiefer Fall von Maria Adolfsson

„Doggerland - Tiefer Fall“ ist der zweite Band zu einer Krimi-Trilogie von Maria Adolfsson.

Karen Eiken Hornby ist noch nicht vollständig genesen, als sie von ihrem Chef gebeten wird, die Ermittlungen eines Todesfalls auf Noorö, der nördlichsten Insel von Doggerland, aufzunehmen. Obwohl Weihnachten ist, begibt sie sich umgehend dorthin, stürzt sich in die Arbeit.

Bald stellt sich heraus, dass der Tote, ein pensionierter Hochschullehrer, ermordet wurde. Mitten in den Untersuchungen passiert ein weiterer Mord in der Nähe einer Whiskybrennerei. Karen steht vor großen Herausforderungen. Auf dieser Insel lebt ein Teil ihrer Familie. Sie schwelgt in Kindheitserinnerungen und gleichzeitig muss sie zur Kenntnis nehmen, dass gewisse Verwicklungen bestehen...

Im Verlaufe der 415 Textseiten mit 86 Kapiteln, dem Pro- und Epilog wurde ich solide in einem angenehmen Erzählstil unterhalten. Wie schon im vorigen Band ist die gründliche Charakterzeichnung der Personen der Autorin sehr wichtig. Die Charaktere sind ausgefeilt bis hin zu den Nebenfiguren. Der Autorin sind ebenfalls die Lebensumstände der Menschen sehr wichtig. Deshalb erfährt der Leser eine Menge von Karens Umfeld, ihren Befindlichkeiten, ihrer Haltung zu anderen Personen. Das nimmt einen breiten Raum ein und wird ausführlich erzählt. Die Morde erscheinen aus diesem Aspekt gesehen beinahe wie Nebensache. Aus diesem Grunde ist das Buch für mich weniger ein Krimi als ein Spannungsroman. Am packendsten fand ich die Nebenhandlung um Aylin, der Freundin von Karen. Da kam richtig Gruselstimmung auf. Trotzdem fühlte ich mich insgesamt gut unterhalten.

Schön finde ich die Karte im Umschlag des Buches, die die Lage des fiktiven Doggerlandes sehr schön nachvollziehbar macht. Dazu noch der vergrößerte Auszug des Inselstaates mit seiner Hauptstadt Dunker und den anderen Handlungsorten.
Gelernt habe ich, was man sich unter Schiffssetzung vorzustellen hat. Das hörte ich noch nie. Laut Wikipedia ist das eine bootumrissförmige Steinsetzung, die primär im skandinavischen Ostseeraum vorkommt und Brand- oder Urnengräber markiert.

Fazit:
Der Krimi verfügt über einen abwechslungsreichen Plot mit sehr gut ausgearbeiteten Charakteren. Den meisten Personen möchte ich im Teil 3 wiederbegegnen. Verzichten kann ich auf den fiesen Chef Karens, aber vielleicht erlebt man da noch eine Überraschung!?

Meine Bewertung: Vier von fünf Sternen! Ich empfehle das Buch als unterhaltsame Lektüre.

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Rezensionen von begine:

Extrem mitreissend

Ein wenig Glaube von Nickolas Butler



„Ein wenig Glaube“ ist der dritte Roman den ich von Nickolas Butler gelesen habe.
Der Autor schreibt mit besonderem ruhigen Stil über das Leben im mittleren Westen der USA. Man spürt die Stimmung und ist gefesselt.

In diesem Familienroman geht es um Lyle und Peg Hovde. Ihre Tochter Shiloh, die den 5jährigen Sohn Isaac hat, macht ihnen Sorgen.

Sie ist plötzlich gläubig geworden und ist in einer obskuren Kirche gefangen. Gerade in Amerika gibt es davon viele.
Der Glaube ist in dem Roman sehr dominierend.
Besonders Lyle nimmt es schwer, er fühlt sich machtlos. Er bangt um seinen Enkelsohn und er gibt nicht auf.
Die Personen sind mir fast alle sympathisch.

Der Autor zieht den Leser in seinen Bann. Man ist gefangen und will immer weiter lesen.

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Rezensionen von Christina P.:

Sehr zäh kontruierter Fantasy-Thriller

Das neunte Haus von Leigh Bardugo

Studentenverbindungen sind ein alter Hut - dass es sie gibt, weiß jeder. Ein Geheimnis jedoch ist, dass die großen Häuser der Universität Yale sich mächtiger Magie bedienen, gespeist aus dem Nexus, um ihre verborgenen Rituale durchzuführen. Da werden Börsenkurse aus Eingeweiden noch Lebender gelesen oder andere Arten von Magie genutzt, um Macht, Ansehen und Erfolg zu fördern.

Alles unter dem wachenden Auge von Lethe, dem neunten Haus, welchem Alex Stern seit kurzem angehört. Was auch keiner weiß: Alex kann Tote sehen, die als Graue zwischen den Lebenden wandeln. Eine Fähigkeit, die Möglichkeiten wie auch Gefahren birgt. Und ihr hilfreich wird, als sie versucht, den Mord an einem Mädchen aufzuklären. Und nebenbei einer uralten Verschwörung auf die Schliche kommt.

"Es gibt keine Tür, die der Teufel nicht kennt. Er wartet immer darauf, den Fuß reinzustellen." (Zitat S. 394)

Ihren neuesten Fantasy-Thriller hat die Autorin in ihrer eigenen Universität angesiedelt. Entsprechend war auch herauszulesen, wie gut sie sich vor Ort auskennt. Mit Alex hat sie eine Art Antiheldin geschaffen, die durch ihre Fähigkeit, die Grauen zu sehen bzw. sich von ihnen wahrnehmen zu lassen, gesellschaftlich erstmal stark abgerutscht ist, bevor sie eine neue Chance an der Uni Yale bekommt. Die Frage ist natürlich, ob sie wegen ihrer besonderen Eigenschaften ausgewählt wurde - oder weil man denkt, dass sie so kaputt ist, dass sie die größeren Dinge einfach ignorieren wird.

"Ihr Kinder spielt mit dem Feuer und seid dann überrascht, wenn das Haus abfackelt." (Zitat S. 386)

Die Idee, den Studentenverbindungen Magie anzubieten, klingt zwar zuerst ganz spannend, hat mich aber nicht so ganz überzeugen können. Warum gibt man jungen Menschen, die es noch lustig finden, sich gegenseitig die Hausmaskottchen zu stehlen, so starke magische Fähigkeiten in die Hände? Da verwundert es nicht, wenn diverse Personen die Möglichkeiten missbrauchen, um sich zu bereichern oder auf Kosten anderer ihre Triebe zu befriedigen.

"All die kleinen Kinder in ihren Roben und Kapuzen, die so tun, als wären sie Zauberer." (Zitat S. 418)

Diese teilweise infantil wirkenden Streiche einiger Individuen verliehen dem Roman leider einen unangenehme und unglaubhaften Beigeschmack. Hinzu kommt, dass es ewig lange dauerte, bis das Buch endlich eine vernünftige Spannung aufbauen und vor allem halten konnte. Ewig lange musste ich mich durch Rückblenden und Rückblenden in den Rückblenden durchquälen, bevor es langsam vorwärts ging. Dabei bleibt das mit unnötigen Details überladene Buch für meinen Geschmack zu kühl und distanziert, um mich als Pageturner überzeugen zu können. Schade war auch, dass sämtliche Charaktere schlichtweg blass blieben. So schreibt ein Mitglied des neunten Hauses seit Jahren an einer Dissertation über Tarotkarten und man erfährt als Leser unwesentlich mehr über sie, als dass sie soziophob ist und an ihren unauffälligen Labberpullis sowie Textmarkenflecken zu erkennen ist. Ein wenig mehr hätt ich vom Sidekick an Alex' Seite schon erwarten können.
Eine im Ansatz tolle Idee mit ein paar ausgefallenen magischen Beispielen, die mich leider durch den zähen Aufbau und blass wirkende Charaktere nicht überzeugen konnte.

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Rezensionen von Christina P.:

Lustige Suche nach einem neuen Freund

Vincent flattert ins Abenteuer von Sonja Kaiblinger

Vincent, Halb-Geisterfledermaus und leidenschaftlicher Spinnen-Nascher, sucht einen Freund und Mitbewohner für sich und Polstergeist Polly. Platz wäre auf dem Dachboden genug und einen Verbündeten gegen die fiese Katze, die das Geisterportal bewacht, könnte Vincent gut gebrauchen. Die Nachbareule hat eine Idee: Über den Aushang am Baum lässt sich doch bestimmt ein Freund finden.

Oder?
Vincent, Sidekick der Reihe Scary Harry von Sonja Kaiblinger, hat endlich sein eigenes Buch bekommen! Ob man die Reihe kennt oder nicht ist allerdings völlig egal. Vincent ist für Kinder ab 7 Jahren, komplett farbig durchillustriert und einfach irre lustig. Neben den Erlebnissen mit Vincents Freunden und den unterschiedlichen Bewerbern als Mitbewohner hat mich vor allem das neue Konzept des Buches vollauf begeistern können. So ist der Text in die Bilder eingearbeitet und bereichert die an sich schon wunderbar gestalteten Seiten zu einem wahren Leseabenteuer. Eine Warnung hätt ich allerdings noch: Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass man sich in den kleinen Flattermann Vincent hochgradig verliebt.

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Rezensionen von manu63:

Nicht mein Fall

DRAUSSEN von Volker Klüpfel; Michael Kobr

Mit Draussen versuchen es die Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr in Genre des Thrillers. Für mich leider kein gelungenes Debüt. Cayenne und Joshua leben mit Stephen im Wald und haben kein Zuhause. Während Joshua bedingungslos alles macht was Stephen möchte, sehnt sich Cayenne nach einem normalen Leben mit einem Heim.

Der harte Drill von Stephen ist ihr zuwider und sie versteht nicht warum er sie voller Härte drillt. Doch dann trifft sie im Wald auf einen Gegner der sie töten möchte und nutzt nun alles was ihr beigebracht wurde um zu überleben.

Was an sich spannend klingt erweist sich bei Lesen leider als eine zähe Geschichte die mit mehreren Handlungssträngen aufeinander zuläuft. Die Spannung hält sich dabei in Grenzen und es ist alles eher schwammig und nebulös, ohne dabei zu fesseln. Langsam ergeben sich Zusammenhänge bei den Handlungen und auch die eingestreuten Tagebucheinträge einen Fremdenlegionärs bekommen Bedeutung. Die Figur des Lobbyisten der Energiewirtschaft zeigt sich unsympathisch und über Leichen gehend, ohne mich wirklich zu überzeugen. Auch Stephens Handlungen erklären sich erst ganz zum Schluss, wo es dann keinen wirklichen Überraschungseffekt gibt. Immer wieder driftet die Handlung in Brutalität ab und das war so gar nicht mein Fall, da der Anteil der Schilderungen für mich zu hoch war und diese auch nicht zur Erhöhung der Spannung beitrugen.

Insgesamt kein Buch nach meinem Geschmack und wer einen Kluftinger erwartet wird enttäuscht sein.

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Rezensionen von Christina P.:

Extreme Abgründe der menschlichen Gesellschaft

Die Fesseln des Bösen, 8 Audio-CDs von Jean-Christophe Grangé

Grangé - für mich ein Garant markanter Charaktere und unvorhersehbarer, komplex gestalteter Stories. Ein Autor, der dem Leser schonungslos die brutale Seite der Gesellschaft präsentiert. Diesmal ist es der Pariser Commandant Stéphane Corso, erwachsen aus zerrütteten Wurzeln, dem die Brutalität der Kindheit noch immer wie ein klebriger Kaugummi anhaftet und der recht unkonventionell im neuesten Mordfall ermittelt.

Eine Tänzerin eines Pariser Nachtclubs wird auf grotesk entstellte Weise ermordet aufgefunden. Zunächst ermitteln Corso und sein Team in alle erdenklichen Richtungen. Als die zweite Tänzerin auf dieselbe Weise entstellt gefunden wird, bringen diverse Parallelen der Opfer Corso endlich auf eine Spur. Doch der Hauptverdächtige hat ein stichfestes Alibi. Verbeißt sich Corso in ein Hirngespinst oder stimmt sein Instinkt, als er den Verdächtigen weiterhin durchleuchtet?
Auch diesmal hat der Autor es sich nicht nehmen lassen, den Leser in tiefste Abründe der Gesellschaft zu entführen. Allerdings ging es diesmal ein wenig zu oft ins Extreme. Viele Charaktere haben Neigungen, die für sich allein schon sehr ausgefallen sind. In der Summe und mit dieser geballten Ladung an Details, wie es dem Leser diesmal präsentiert wird, hatte ich das Gefühl, mit dem Buch soll ein von Extremen und Superlativen übersättigtes Publikum unterhalten werden. Weniger wäre mehr und vielleicht auch glaubhafter gewesen.
Der Fall an sich gestaltet sich wie erwartet unduchsichtig und bietet mehrere Wendungen. Die Auflösung fiel dann leider wieder in der Bereich der starken Extreme und ruinierte mir erneut den Spaß an einem brutalen, aber realistisch wirkenden Thriller.
Das Hörbuch wird gelesen von Martin Keßler, der die düstere Atmosphäre und die ruppige Art des Ermittlers hervorragend vermittelt.

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Rezensionen von Manfred Fuerst:

Kriminalistisches Geocaching

Der Knochenjäger von Jeffery Deaver

Verzichte auf das Widerkauen des längst bekannten Inhalts und gebe meine besonderen Eindrücke von Jeffery Wilds Deavers, J.W.D. „Der Knochenjäger“ wieder.

Jeffery Wilds Deaver, weltweit einer der meistgelesen und -übersetzten und sicher auch einer der besten Thriller-Autoren. Warum er oder sein Verlag seinen zweiten Vornamen unterschlagen, auf den die Amerikaner viel Wert legen und so stolz darauf sind, entzieht sich meiner Kenntnis.



1997 erschien der „The Bone Collector“, die Übersetzung 1999 „Die Assistentin“, 2000 als „Der Knochenjäger“. Diese Titel lassen dreierlei Schlüsse zu: „The Bone Collector“, also der Knochensammler ist eigentlich der psychopatische Mörder, der Knochenjäger, der der den Knochensammler jagt, Forensiker Lincoln Rhyme und die Assistentin, die Straßenpolizistin Amelia Sachs mit dem besonderen Tatortblick (vielleicht vom Verlag ein Tribut an Angelina Jolie in „The Bone Collector 1999). Meine Titelpräferenz ist der Knochensammler, trifft sowohl auf den Mörder als auch auf Rhyme zu.

Der Mörder geht nach einem krankhaften, genialen Plan vor. Er entführt Personen und tötet sie nach einem Skript aus „Berühmte Kriminalfälle aus dem alten New York“ mit einem Rachegedanken gegenüber der Polizei, die seiner Mengung nicht genügend Engagement für die Aufklärung eines Verbrechens gezeigt hat. Er spielt mit der Polizei ein kriminalistisches Geocaching: Er hinterlässt am Tatort fingierte Hinweise auf das jeweilig nächste Opfer.

Der geniale Forensiker Rhyme, C4 querschnittgelähmt, lässt die Polizistin Sachs die Tatortarbeit mit Spurensicherung erledigen. Er ist ab dem vierten Halswirbel abwärts gelähmt und kann von seinen Gliedmaßen nur seinen linken Ringfinger bewegen.

Die Spurenanalyse erinnert an die TV-Serie „Bones – Die Knochenjägerin“, in der intelligente kompetente (oder obergescheite) Praktikanten für den Zuseher erstaunliche Details und Schlussfolgerungen preisgeben. J.W.D. legt besonderen Wert auf die wissenschaftliche Schilderung der Spurenanalyse. Die entsprechenden Kapitel des Romans lesen sich wie ein Lehrbuch der Forensik. Im Anhang findet man sogar ein Glossar mit Erklärungen zu den 23 wichtigsten fachspezifischen Ausdrücken.

Rhyme, anfänglich ein Kotzbrocken und die abweisende Polizistin Sachs nähern sich gegen Ende an und sie schlüpft sogar zu Rhyme unter die Decke. Der von Selbstmordgedanken geplagte Rhyme hängt jedoch sehr an seiner Berufung, erhebt sich von seinem Clinitron – ein Medizinbett, das mit dieser Spezialanfertigung nicht unter $ 4000 zu haben ist. Er rollt mit seinem elektrischen Stuhl, einem „Storm Arrow“, der etwa $ 10.000 kostet zum Tatort.

Folgendes Zitat von Seite 520 ist bezeichnend für den Plot: „Aber er (Rhyme) konnte das Ende der Geschichte nicht erkennen. Noch nicht.“ Ich auch.
Atemberaubendes Finale.

Natürlich habe ich immer den großartigen Film im Kopf, aber das Buch ist um zwei Klassen besser.

Ein Bonmot zum Schluss: „Nicht der Gärtner war’s, nicht der Captain, sondern der ...“

To be continued.

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Rezensionen von Sago:

Märchenhafte Fantasy

Die Dunkelheit der Drachen von S. A. Patrick

Ich finde es wunderbar, wenn Fantasy mit bekannten Märchenmotiven verknüft wird. Hier ist es "Der Rattenfänger von Hameln."

Der junge Flick Klarwasser wurde zum Pfeifer ausgebildet. Das bedeutet, er kann mit seinen Flötenmelodien das Verhalten anderer beeinflussen. Er will stets das Gute und schafft es dabei einfach nicht, sich an die Regeln seiner Zunft zu halten.

Schließlich treibt er es soweit, dass er im Verlies landet. Dort ist auch der berüchtigte Rattenfänger von Hameln eingesperrt, der einst 100 Kinder und 100 Drachenjunge auf Nimmerwiedersehen entführte. Als die Drachen die Burg attackieren, um sich zu rächen, kommt Flick nicht nur frei, sondern wird unversehens zusammen mit einer verfluchten Ratte und einem Drachengreif in ein unglaubliches, farbenprächtiges Abenteuer gesogen.

Auch als Erwachsene hat mir das Buch so viel Spaß gemacht, dass ich mich freue, dass die Geschichte trotz eines runden Endes wohl eine Fortsetzung bekommen wird. Muss denn aus allem gleich eine Serie werden, denke ich manchmal. Aus allem sicher nicht, aber aus Büchern, die so gelungen sind wie dieses schon! Flick und seine Gefährten sind unglaublich sympathisch und wie geschaffen zum Mitfiebern. Der Einfallsreichtum des Autors ist beeindruckend, ebenso wie seine Fähigkeit, die Geschichte bis zum Schluss spannend zu gestalten.

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