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Im Detail

Das Haus am Rand der Klippen /
Roman

Autor: Lucy Clarke

Übersetzt von: Claudia Franz
Deutsch
2019 - Piper ebooks

E-Book (EPUB)

inkl. gesetzl. MwSt.
20

&euro 12,99

Inhalt

Kurztext / Annotation
Das Haus an den Klippen war Ellens größter Traum. Doch kaum eingezogen, liegt ihre Welt in Trümmern: Ihre Ehe ist zerbrochen, sie ist bankrott, und ihr Verlag drängt auf ihr neues Buch, während sie mit Schreiblockaden und Schlaflosigkeit kämpft. Der Abgabetermin rückt näher, ihre Existenz hängt davon ab, und vielleicht liegt es an den angespannten Nerven, dass sie sich ständig beobachtet fühlt. Aber wer hat "Lügnerin" in ihren Schreibtisch geritzt und "Ich war in deinem Haus" an die Fensterscheibe geschrieben? War eine fremde Person in ihrem Haus oder weiß sie vor Müdigkeit nicht mehr, was sie tut? Fast hofft Ellen, wahnsinnig zu sein, denn wenn der Eindringling real ist, kann das nur bedeuten, dass jemand ihr schlimmstes Geheimnis kennt ...

Lucy Clarke studierte Englische Literatur an der Universität von Cardiff, bevor sie sich ganz ihrer Karriere als Schriftstellerin widmete. Ihre Romane erobern auf der ganzen Welt die Bestsellerlisten. Sie ist passionierte Tagebuchschreiberin und mit einem professionellen Windsurfer verheiratet, mit dem sie zwei Kinder hat und die Liebe zum Meer teilt. Den Sommer verbringen sie an der Südküste Englands, den Winter in fernen, exotischen Ländern.

Textauszug
1 Elle

Was im ersten Kapitel deines Romans geschieht, sollte wie ein Pfeil auf das letzte zielen.

Die Schriftstellerin
Elle Fielding

In der Kurve der schmalen Straße verlangsame ich das Tempo und spüre, wie der Wagen über Furchen und Rinnen holpert; unter den Rädern spritzt Kies auf.

Während die Straße immer weiter ansteigt, recke ich mich und versuche, über die Hecke hinweg einen Blick aufs Meer zu erhaschen. Im gedämpften Licht der Abenddämmerung sehe ich die Schaumkronen auf dem Wasser, sehe, wie sich das Meer im Wind kräuselt. Mein Atem beruhigt sich allmählich.

Ich schalte das Radio aus, weil ich nicht möchte, dass mir die Stimme des Moderators den nächsten Moment verdirbt. Den gesamten Weg von London nach Cornwall über habe ich mich darauf gefreut.

Als ich um die Ecke biege, liegt es vor mir: das Haus am Rand der Klippen, das wie ein Versprechen am Ende des Weges auf mich wartet.

Nachdem ich in die Einfahrt gebogen bin, drehe ich den Zündschlüssel um und bleibe einen Moment sitzen, lausche dem Geräusch des tickenden Motors.

Es fühlt sich immer noch vollkommen unwirklich an, dass dies der Ort sein soll, an dem ich leben werde.

Bei meinem ersten Treffen mit dem Architekten hatte ich keinerlei konkrete Vorstellungen von dem Haus, abgesehen von der Anzahl der Zimmer und meinem Wunsch nach einem Platz zum Schreiben. In den darauffolgenden Monaten verwoben sich die unzusammenhängenden Ideen zu der Vision, die nun mit ihren drei Stockwerken auf die windgepeitschte Bucht hinabschaut.

Das Haus ist taubengrau gestrichen und hat große Fenster mit Naturholzrahmen. "Modern interpretierte Küstenarchitektur", hat der Architekt gesagt. Ich bin froh, dass die Holzverschalung schon ein wenig von ihrer kruden Neuheit verliert und die salzige Luft an den Fenstern nagt. Die Strenge der Fassade muss allerdings noch ein wenig abgemildert werden. Vielleicht sollte ich eine Glyzinie um den Eingang ranken lassen - falls sie den kräftigen Seewind verträgt.

Ich habe noch nie in einem eigenen Haus gelebt. Oder in einer eigenen Wohnung. Mit meiner Mutter und meiner Schwester habe ich immer zur Miete gewohnt. Wörter wie "Haus" oder "Hypothek" waren etwas für andere, nicht für uns.

Der Seewind reißt die Wagentür auf, als ich aussteige. Mein Kleid bläht sich und bleibt an meinen Oberschenkeln kleben.

Unter meinen Füßen knirscht der Kies, als ich die Einfahrt überquere. Nachdem ich den Koffer auf die steinerne Türschwelle gehievt habe, krame ich in den Tiefen meiner Handtasche nach dem Hausschlüssel. Ich gehöre zu den Leuten, die immer zu viel mit sich herumschleppen: Portemonnaie, Handy, Stifte, einen Roman, mein Notizbuch.

Ein Notizbuch ist immer dabei.

Als ich den Schlüssel ins Schloss stecke, zögere ich.

Es hat etwas Beklemmendes, nach Hause zu kommen, wenn Fremde dort gewohnt haben. Meine Entscheidung, das Haus über Airbnb zu vermieten, hat mir in den zwei Wochen in Frankreich keine Ruhe gelassen; gleich zwei Mal bin ich auf der Suche nach einem Funknetz auf die Dachterrasse des Bauernhauses gestiegen. Gott sei Dank haben die Mieter keinerlei Hilferufe ausgesandt, und meine Schwester auch nicht.

Als ich auf der Schwelle stehe, beschleicht mich das ungute Gefühl, dass ich die Mieter noch antreffen könnte. Die Mutter - eine attraktive Frau mit einer teuren Frisur, wie ich dem Airbnb-Profil entnehmen konnte - könnte an meinem eckigen Spülbecken stehen und mit ihren blassen Händen einen Plastikbecher unter das fließende Wasser halten. Hinter ihr sehe ich ein Kind in einem Kinderstühlchen sitzen und sich mit pummeligen Fingern Erdbeeren in den Mund stopfen. Am Küchentresen steht der Vater und schneidet Toastbrot in kleine Stücke; er wird sie auf einer meiner Steingutplatten anrichten, bevor er sie zu einem drei-, vierjährigen Mädchen trägt, das sie sorgsam mit der Fin

Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

Buchdetails

Titel: Das Haus am Rand der Klippen
Untertitel:Roman
Untertitel:Übersetzt von: Claudia Franz
Autor:Lucy Clarke
Verlag: Piper ebooks
Erscheinungsjahr:2019
Sprache:Deutsch
416 Seiten
ISBN-13: 978-3-492-99320-3

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