Lena Walder empfiehlt:
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Paul Sheldon, der Autor der berühmten Misery-Romane erleidet einen Autounfall und wird ausgerechnet von seinem größten Fan, Annie Wilkes „gerettet“. Sie hält ihn bei sich zu Hause gefangen und will, dass Paul einen Roman nur für sie schreibt. Annie, eine fürsorgliche Pflegerin und gleichzeitig eine eiskalte Killerin, was Paul schon bald am eigenen Leib erfährt.

Stephen King verzichtet in diesem Buch komplett auf fantastische Elemente und stellt die menschliche Psyche in den Vordergrund. Er erschafft mit Annie eine völlig verrückte, psychotische, paranoide und unberechenbare Person, die jedoch so nachvollziehbar und glaubwürdig und dicht erscheint, dass es einem zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd aufgesetzt vorkommt. („Die steinerne Verstocktheit barst, darunter kam die Fratze eines bis zum Irrsinn wütenden Kindes zum Vorschein.“)

Das gesamte Buch beschränkt sich auf diese beiden Personen und der Schauplatz ist einzig und allein das Haus von Annie, was eine gewisse Klaustrophobie beim Leser auslöst. Die Handlungen sind unglaublich nachvollziehbar, somit wirkt es extrem real, als würden die Charaktere wirklich leben.

Ein Buch, dass mit vielen Psycho-Spielchen und Horror bestickt ist, nicht nur für Paul, sondern auch für den Leser.