Klaudia Grünfelder empfiehlt: éclair

Auf so eine Anthologie haben Leser lange gewartet! In 16 Kurzgeschichten thematisieren Autorinnen die zarte erste Liebe, denn man weiß nie, an welcher Ecke die Richtige auf einen wartet. Ob die Szene nun im Café spielt, in der Schule oder in einer Fantasywelt, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Durch Voting-Karten im Band selbst …

Katharina J. Frener empfiehlt: Offener Brief an die Tiere und alle, die sie lieben

Frédéric Lenoir formuliert einen offenen Brief an die Tiere. Die Entwicklung des zwischentierlichen Zusammenlebens stellt die ausgiebige Einleitung dar, wobei tunlichst darauf geachtet wird, dass der Mensch nicht überhöht dargestellt wird. Nach der Abwendung von Gewalt gegenüber Tieren wird der Schutz der Arten ins Zentrum gestellt und die Gesetzeslage in verschiedenen Ländern beleuchtet. Ein breit …

Klaus Nüchtern empfiehlt: Kriegslicht

Im London des Jahres 1945 werden der 14-jährige Nathaniel und dessen ältere Schwestern von ihren Eltern ver- und der Obhut zweier Zwielichtiger Männer überlassen. Aus der Distanz von Jahrzehnten erinnert sich Nathaniel und erzählt auf diese Weise nicht nur eine Coming of Age-Geschichte, die packend, poetisch und märchenhaft an Charles Laughtons filmisches Meisterwerk “The Night …

Katharina J. Frener empfiehlt: Die Glocke im See

In das karge Leben einer ärmlichen, gläubigen Gesellschaft, deren höchstes Gut die Zeit ist, gerät ein junger Pfarrer, der sich mit seinem Modernisierungsdrang anfänglich nicht unbedingt beliebt macht. Sein Arbeitsplatz ist eine mittelalterliche Kirche, die über zwei besondere Glocken verfügt. Ein Grabesgeschenk für zwei verstorbene Zwillingsschwestern. Die Präsenz des Todes und der winterliche Frost schüren …

Robert Renk empfiehlt: Adrian oder: Die unzählbaren Dinge

Adrian und Anna leben zusammen und beide vom Schreiben. Während Anna aber die Freiheiten eines Schriftstellerlebens genießt, ist Adrian in der Werbebranche gefangen. Gefangen durch die monatlichen Zahlungen für das Heim, in dem sein Vater wohnt, zu dem er alles andere als eine friktionsfreie Beziehung hat. Aber auch durch den Erfolg, den er hat. Die …

Robert Renk empfiehlt: Grenzgänger

Die Autorin von “Trümmerkind” legt nach. Behutsam und unaufgeregt macht Borrmann die frühen 50er spürbar, gibt den schwarz-weiß-Bildern wieder Farbe. Es geht um die 17-jährige Henni und ihre Geschwister. Henni kommt wegen Kaffeeschmuggels in eine Besserungsanstalt, ihre Geschwister, um die sie sich nach dem Tod der Mutter gekümmert hat, müssen deswegen in ein Kinderheim. Dort …

Bernd Schuchter empfiehlt: Dämmer und Aufruhr. Roman der frühen Jahre

Bodo Kirchhoff. Deutscher-Buchpreis-Träger und Seelenerkunder zwischen Sexualität und Liebe, legt mit Dämmer und Aufruhr einen Schlüsselroman sowohl zu seinem umfangreichen Werk als auch zur Erkenntnis des Autors Bodo Kirchhoff vor. Schonungslos ehrlich und changierend zwischen den menschlichen Abgründen wie etwa sexuellem Missbrauch und einem ödipal-sexuellen Erlebnis mit der Mutter, bei dem das “gute Ende” eines …