Jenni Zeller empfiehlt:
Junge ohne Namen

Sie haben Geschichten zu erzählen, aber keine Papiere, um sie zu beweisen. Kind I hat seine Familie und Papiere verloren. Es lebt in einem Flüchtlingslager zwischen Matsch und anderen Namenlosen Kindern – L, E, U, O. Sie leben von Lebensmittellieferungen und in kalten Unterschlupfen. Glück finden sie in ihrer Freundschaft und unter ihrem Spielbaum am Rande des Lagers, wo die Welt sich so viel bunter und freier anfühlt. Und Hoffnung schöpfen sie in Träumen:

„Ich trete dem Wachmann in den Arsch. Danach steige ich in einen Zug, wohne in einem richtigen Haus, mache bei einer Talentshow mit und bin bis in alle Ewigkeit berühmt.“

Steve Tasane ist der Sohn eines Flüchtlings, der im Kindesalter von seinem Vater im Stich gelassen wurde. Er hasste es, ein kaputtes Kind einer kaputten Familie zu sein. Deshalb verbreitet er mit diesem Jugendbuch eine Botschaft für alle kaputten Flüchtlingskindern. So leiht er stummen, namenlosen Kindern eine Stimme – gegen die Gleichgültigkeit großen wie kleinen Glückskinder, die Krieg, Armut und Hunger nicht kennen.