Evelyn Unterfrauner empfiehlt: Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums – Benjamin Alire Sáenz

Zugegeben, der Titel hatte es mir sehr angetan – Aristoteles, Dante, ich liebe den griechischen Philosophen und den italienischen Schriftsteller, doch damit hat das Buch leider nichts zu tun. Denn die beiden Namen gehören den zwei jungen Protagonisten des Romans. Aristoteles (alle nennen ihn Ari) ist ein introvertierter Junge, der am liebsten alleine ist und versucht den Sommer irgendwie rumzukriegen. Im Schwimmbad lernt er Dante kennen, einen relativ aufgeschlossenen Jungen, der Ari anbietet ihm das Schwimmen beizubringen.

Die beiden 15-Jährigen werden Freunde und verbringen den Sommer zusammen bis das neue Schuljahr anbricht. Der Einstieg ins Buch fiel mir wirklich nicht leicht. Der Autor beschreibt einen sehr zurückgezogenen Ari, der kaum Freunde hat und auch nicht haben möchte. Er hasst es 15 Jahre als zu sein und besitzt keine große Leidenschaft, der er nachgehen könnte. Dann lernt er Dante kennen und die Begegnung verleiht nicht nur dem Leben Aristoteles‘ mehr Pfiff, sondern auch dem Roman selbst. Dann der Unfall. Aristoteles kommt schwer verletzt ins Krankenhaus und der Sommer war gelaufen. Dante hat unglaubliche Schuldgefuhle und rückt Ari mehr und mehr auf die Pelle. Kurz danach zieht Dante ein Jahr aus dem Ort weg, in dem die beiden Jungs wohnen und machen getrennt voneinander ihre ersten Erfahrungen mit Mädchen. Doch ihre Kontakt bleibt weiterhin aufrecht. Schleichend eröffnet sich den Leserinnen und Lesern ein Verdacht. Zwischen den beiden Jungs entwickelt sich etwas ganz besonderes, doch auch sie selbst erkennen es erst mit der Zeit.

Die zweite Hälfte des Romas konnte mich mehr begeistern als die erste, doch ich hatte auch große Erwartungen an den Roman. Alle Bewertungen, die ich dazu gesehen hatte, waren durchwegs positiv. Nun, die Handlung als Ganzes finde ich sehr rührend und sie trifft den Nerv der Zeit. Wir erfahren viel über die Gedanken von Ari und welche Konflikte er innerlich austrägt. Welche Thematik sich nun wirklich im Roman versteckt, verrate ich euch an dieser Stelle nicht. Unabhängig von der Thematik war ich nicht ganz so begeistert vom Roman, aber das kann auch mit den hohen Erwartungen zusammenhängen. Lesenswert ist er auf jeden Fall.

Mehr Buchempfehlungen unter: www.bookbroker.wordpress.com